Wanderweg im John Forrest Nationalpark

John Forrest Nationalpark – der Eagle View Walk

Wir haben nun drei ganze Tage in Perth City verbracht und brauchen eine Pause vom Großstadtrummel. Eine Großstadt ist interessant und imposant, hier ein Wolkenkratzer, dort ein Szene-Viertel… aber nach ein paar Tagen reicht es dann auch und man will einfach mal wieder Ruhe haben und die Natur genießen. Uns geht es zumindest so. Wir machen uns also schlau, was Perth´s Umgebung an Natur zu bieten hat. Und siehe da, wir werden schnell fündig: nur 24 km östlich von Perth liegt der John Forrest Nationalpark. Hier kann man sogar wandern gehen und wir entscheiden uns den Eagle View Walk zu machen.

Wusstest du, dass der John Forrest Nationalpark sogar der älteste (gegründet in 1898) Nationalpark in Western Australia ist? Der Park liegt in den Darling Ranges, gehört zum Hills Forest und ist, sage und schreibe, ganze 27 km² groß.

Wir fahren schon recht früh los, die Wanderzeit ist mit fünf bis sechs Stunden angegeben. Der Eagle View Walk ist ein 15 km Loop, den du in beide Richtungen gehen kannst. Wir biegen vom Great Eastern Highway auf die Park Road ab und parken direkt an der Ranger Station. Achtung: das Tor bei dieser Zufahrt schließt schon um 16 Uhr! Gut, dass wir uns früh aus dem Bett gequält haben… Außer dem Ranger ist auch niemand anderes zu sehen. Wir frühstücken erstmal an den Picknick Plätzen, die echt nett am Waldrand gelegen sind. Allerdings müssen wir unsere Brötchen tapfer gegen die aufdringlichen schwarz-weißen Vögel (Flötenvögel) verteidigen. Na ja, dann wird es halt ein schnelles, kurzes Frühstück. Wir wollen ja auch schließlich wandern gehen.

Der Eagle View Walk

Zuerst sind wir etwas orientierungslos und finden nicht den richtigen Weg. Die Brücke Richtung Wanderweg ist gesperrt (die sieht auch nicht wirklich vertrauenswürdig aus), aber eine „Umleitung“ ist nirgends ausgeschildert. Mmhhh… na gut, dann suchen wir uns eine schmale und flache Stelle und klettern so über den Fluss. Gesagt, getan, ein paar hundert Meter weiter kommen wir mit trockenen Füßen rüber. Wir entscheiden uns im Uhrzeigersinn zu gehen und biegen somit links ab.

Wanderweg im John Forrest Nationalpark

Wanderweg im John Forrest Nationalpark

Felsformation im John Forrest Nationalpark

Felsformation im John Forrest Nationalpark

 

Der Weg führt als erstes an den Nationalpark Wasserfall vorbei. Den bestaunen wir aber nur aus der Ferne, im australischen Herbst ist der auch nicht wirklich spektakulär. Wir passieren große Felsen und laufen parallel zu einem kleinen Fluss, dem Janes Creek. Der Ausblick ist wirklich schön und nach ein paar weiteren hundert Metern entdecken wir einen schwarzen Kakadu! Eher gesagt hören wir ihn bevor wir ihn entdecken. Wow, so ein Exemplar bekommt man auch nicht alle Tage zu Gesicht. Sehr hübsch und er lässt sich ganz geduldig von uns fotografieren. Das nächste Stück geht ein bisschen bergauf und schon sind wir am ersten Lookout. Von hier hast du einen fabelhaften Blick auf Perth City und kannst bei gutem Wetter sogar das Meer sehen.

Ausblick auf Perth City vom Lookout

Ausblick auf Perth City vom Lookout

Schwarzer Kakadu im John Forrest Nationalpark bei Perth

Schwarzer Kakadu im John Forrest Nationalpark bei Perth

 

Weiter geht es durch Buschland und über offenes Gelände. Das Wetter ist traumhaft schön und wir dürfen den Weg mal wieder nur für uns genießen. Im australischen Frühling, wenn die Wildblumen blühen, muss die Landschaft um einiges sensationeller aussehen. Wir verlassen das offene Gelände und es geht bergauf Richtung Wald. Hier sind die Bäume so riesig, dass wir die weitere Umgebung gar nicht richtig sehen können. Mittlerweile sind wir zweieinhalb Stunden unterwegs und wollen kurz die Füße entspannen. Aber Fehlanzeige: es gibt tatsächlich nirgends ein Plätzchen, wo wir uns kurz mal hinsetzen könnten. Puh… na gut, Zähne zusammenbeißen und weiterlaufen. Nach einer weiteren halben Stunde kommt endlich ein umgestürzter Baum, von dem wir sogar ins Tal gucken können. Wir entspannen uns und genießen die Ruhe. Wir finden es erstaunlich, wie still und friedlich es hier ist. Und das, obwohl wir nur eine halbe Stunde aus der Stadt raus sind. Herrlich!

Wanderselfie im John Forrest Nationalpark

Wanderselfie im John Forrest Nationalpark

offenes Gelände auf dem Eagle View Walk

offenes Gelände auf dem Eagle View Walk

Buschlandschaft auf dem Eagle View Walk

Buschlandschaft auf dem Eagle View Walk

 

Wir raffen uns wieder auf und wandern weiter. Es geht immer noch durch den Wald und wieder ein bisschen bergauf. Eigentlich soll noch ein Lookout kommen, den finden wir aber nicht oder besser gesagt: den haben wir wohl übersehen… Wir laufen noch ca. eine Stunde weiter bis unsere Mägen anfangen zu knurren. Zeit für eine Lunchpause. Diesmal finden wir sofort ein nettes Plätzchen zum Hinsetzen und Pause machen. Wir genießen unsere Sandwiches, umgeben von imposanten Bäumen und in absoluter Stille.

Rote Erde auf dem Eagle View Walk

Rote Erde auf dem Eagle View Walk

 

Jetzt dürfte es eigentlich nicht mehr weit sein bis zur Ranger Station. Der Weg ist eben und geht nur geradeaus durch den Wald. Hier gibt es nichts Spektakuläres mehr zu sehen und das Stück zieht sich wie Kaugummi. Auf einmal rümpfen wir unsere Nasen: hier riecht es doch nach Feuer?! Oh, oh… wie war das noch mal? Wie muss man sich bei Waldbränden verhalten? Wir gehen noch ein Stück weiter, der Gestank bleibt, aber wir sehen und hören keine Flammen. Und dann kommen Schilder, die Gewissheit bringen: in den letzten Tagen wurden kontrollierte Brände durchgeführt.

Jetzt ist das letzte Stück nicht nur unspektakulär, sondern es stinkt auch noch und große Teile des Waldes sind verkokelt. Wir legen einen Zahn zu und registrieren noch nicht einmal, dass wir an den Hovea Falls vorbeilaufen. Nach der letzten Kurve Richtung Ranger Station laufen wir parallel zum Mahagony Creek und haben wieder einen netteren Ausblick.

Kontrollierter Buschbrand im John Forrest Nationalpark

Kontrollierter Buschbrand im John Forrest Nationalpark

Nach ca. fünf Stunden kommen wir an der Ranger Station an und werden sogar für das letzte Stück des Wanderweges entschädigt: auf den Picknick Plätzen entdecken wir Kängurus! Es ist immer wieder aufs Neue schön, Kängurus aus nächster Nähe beobachten zu können!

Kängurus im John Forrest Nationalpark

Nachdem wir uns satt gesehen haben, geht es wieder zurück Richtung Perth City. Was wir alles in Perth entdeckt und erlebt haben, kannst du dir hier anschauen: Perth City – unsere Lieblingsstadt!

 

Unser Fazit:

Schwierigkeitsgrad: mittel

Länge: 15 km als Loop

Dauer: ca. 5-6 Stunden

Reisezeit: Mai 2017

 

Im Vergleich zu den anderen Nationalparks kann der John Forrest Nationalpark zwar nicht ganz mithalten, aber um dem Großstadtrummel kurz zu entfliehen, ist er optimal: nur eine halbe Autostunde entfernt, nicht zu groß und eine schöne Wald- und Buschlandschaft. Es gibt auch kürzere Wanderwege und den Rocky Pool, in dem man im Sommer schön schwimmen gehen kann.

Warst du auch schon einmal im John Forrest Nationalpark? Wie hat es dir gefallen? Hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreibe uns eine e-mail!

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