Kakadu NP am Bukbuk-Lookout

Eine Woche Kakadu Nationalpark und Umgebung!

Wir sind Ende April 2014 in Darwin im Norden Australiens, die Stadt ist schnell erkundet, also wollen wir uns die Umgebung ein bisschen genauer anschauen: eine Woche im Camper durch den Kakadu Nationalpark, Katherine Gorge und dem Litchfield Nationalpark. Wir entscheiden uns für einen Apollo Camper, den wir direkt in Darwin am Stuart Highway abholen können. Die Abholung und die Übergabe funktionieren reibungslos, wir werden sogar von einem deutschen Mädel bedient, die gerade mit einem Work & Travel-Visum in Australien unterwegs ist.

Apollo HiTop Camper

Campingwoche mit dem Apollo HiTop Camper

Nachdem wir den HiTop-Camper mit unseren Klamotten vollgeladen haben, düsen wir noch schnell zum Supermarkt und decken uns mit Getränken und Lebensmitteln für unsere Camping-Woche ein. Das Abholen, Einladen und Einkaufen hat ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen, so dass wir den ersten Tag nicht wirklich weit kommen… wir schauen uns den Leaning Tree Lagoon Nature Park an und fahren bis zum Mary River Nationalpark und checken dort auf dem Campingplatz ein. Super schön, mitten in der Natur, wir sehen gleich auf der Einfahrt Kängurus und einen Pool zum Abkühlen gibt es sogar auch.

Da wir fast den ganzen Tag nur rumgesessen haben, machen wir uns noch auf und erkunden die Umgebung: der Campingplatz ist wirklich toll gelegen, man ist mitten in der Wildnis und es gibt einen schönen Spazierweg am Mary River lang. Nur leider hat jemand vergessen, bei den Herren-Waschräumen abends die Tür zu schließen, so dass man(n) mit hunderten Grashüpfern, Mücken, Motten, Käfern und einigen Fröschen zusammen duschen muss…

Leaning Tree Nature Park

Leaning Tree Nature Park

Kakadu Nationalpark

Am nächsten Tag machen wir uns gleich früh auf, schließlich wollen wir uns ja den Kakadu-Nationalpark anschauen. Auf dem Weg dorthin machen wir Halt an den Mamukala Wetlands und merken zum ersten Mal, dass wir am Übergang von Regenzeit zur Trockenzeit hier sind: das nennen wir mal ein Sumpfland! Das Wasser steht ziemlich hoch und wir können nur erahnen, was sich alles im Sumpf tummelt. Ob wir wohl ein Krokodil entdecken? Leider nein. Nachdem wir uns satt gesehen haben, geht es weiter auf dem Arnhem Highway bis zum Bowali Visitor Center in Jabiru. Dort bezahlen wir die Parkgebühren (Kosten: Mai 2017 – Oktober 2017: AUD 40, November 2017 – April 2018: AUD 25, nähere Infos findest du unter: https://book.parksaustralia.gov.au) und schauen uns ausführlich um. Hier erfährst du viel über die Geschichte des Kakadu Nationalparks, über die Aborigines und natürlich bekommst du jede Menge Infos, was du dir alles im Kakadu Nationalpark anschauen kannst.

So bekommt unsere Euphorie auch den ersten Dämpfer: da wir uns am Ende der Regenzeit im Park aufhalten, sind unzählige Straßen aufgrund von Überschwemmungen gesperrt. Die Hauptattraktionen wie z.B. die JimJim Falls können wir also von unserer Liste streichen. Mmpfh… die netten Mitarbeiter zeigen uns auf der Karte, welche Straßen passierbar sind. Beim genauen Hinschauen fällt uns auf, dass fast alle Straßen nur mit einem 4WD-Fahrzeug befahrbar sind. Nochmal Mmpfh… wir hätten uns vielleicht vorher besser erkundigen und vor allem vorbereiten sollen. Macht nix, ist jetzt so, können wir nicht ändern, machen wir also das Beste draus!

Das Bestaunen des Sumpfens und der Besuch des Visitor Centers hat uns fast den ganzen Tag gekostet. Wir fahren nur noch eine halbe Stunde auf dem Kakadu Highway weiter und checken auf dem Campingplatz Cooinda Lodge Kakadu ein. Und der entlohnt uns etwas für unseren Dämpfer: toller tropischer Pool und eine schön in der Natur gelegene Anlage. Wir planschen den ganzen Abend im Pool und nach einem ausgiebigen BBQ fallen wir todmüde ins Bett.

Eidechse in den Mamukala Wetlands

Eidechse in den Mamukala Wetlands

Mamukala Wetlands

Mamukala Wetlands

Rotflügel-Sittich im Kakadu Nationalpark

Rotflügel-Sittich im Kakadu Nationalpark

Am nächsten Tag fahren wir weiter, Ziel: die Yurmikmik Walks. Auf dem Weg dorthin machen wir einen Stopp am Bukbukluk Lookout. Theoretisch wissen wir, dass der Kakadu Nationalpark mit seinen knapp 20.000 km² (200 km lang, 100 km breit) riesig ist. Aber am Lookout können wir uns davon selbst überzeugen: der Ausblick ist gigantisch! Diese Weite und diese Ruhe sind einfach traumhaft schön!

Kakadu NP am Bukbuk-Lookout

Kakadu NP am Bukbuk-Lookout

Nach einer weiteren Stunde Fahrt kommen wir an den Yurmikmik Walks an (Achtung: die Straße geht vom Kakadu Highway ab und ist eine gravelroad!). Ein paar Schritte vom Parkplatz aus kommst du schon an einem kleinen Wasserfall an. Wir entschließen uns bis zu dem Motor Car Falls zu wandern. Der Weg ist gut ausgeschildert und führt fast ausschließlich durch offene Busch- und Graslandschaft. Also auf keinen Fall Sonnencreme vergessen! Das Schwitzen wird aber mehr als belohnt: wir kommen am wunderschönen Motor Car Falls an und das Beste: dieser mündet in einem Billabong (natürlicher Pool), den wir nur für uns haben. Und ein riesiger Fels dient als 3-Meter-Brett. Wir verbringen Stunden damit, immer wieder in den Billabong zu springen, zu plantschen und dem Versuch bis unter den Wasserfall zu schwimmen.

Da wir aber noch ein Stück fahren wollen, machen wir uns schweren Herzens wieder auf den Rückweg zum Camper. Als wir dort ankommen sind wir auch wieder komplett getrocknet und können direkt losfahren. Da es schon anfängt zu dämmern, fahren wir nur bis Pine Creek und checken auf dem Lazy Lizzard Caravan Park ein. Gott sei Dank bleiben wir hier nur eine Nacht: direkt neben den Stellplätzen befindet sich die offensichtlich sehr beliebte Lazy Lizzard Bar, die bis in die Nacht rege besucht ist. In den Waschräumen muss man sich die Toilettenkabinen mit diversen Fröschen teilen und die Anlage ist alles andere als schön gelegen.

Wanderweg Yurmikmik zu den Motor Car Falls

Wanderweg Yurmikmik zu den Motor Car Falls

Hängebrücke bei den Yurmikmik Walks

Hängebrücke bei den Yurmikmik Walks

Billabong an den Motor Car Falls

Billabong an den Motor Car Falls

Motor Car Falls

Motor Car Falls im Kakadu Nationalpark

Katherine und Nitmiluk Nationalpark

Wir brechen also am nächsten Tag früh auf, nächstes Ziel: Katherine. Nach einer Stunde sind wir schon da und checken gleich auf dem Shady Lane Tourist Park ein. Und dieser Campingplatz entschädigt definitiv für die letzte Nacht: ein netter Swimming-Pool, super saubere und schön angelegte Anlage und exzellent ausgestattete Waschräume! Hier bleiben wir doch glatt mal zwei Nächte. Wir schauen uns etwas die Umgebung an, spazieren am Katherine River lang und den Rest des Tages verbringen wir mit Faulenzen auf dem Campingplatz.

Für den nächsten Tag haben wir eigentlich eine Tour mit dem Kajak durch den Katherine Gorge im Nitmiluk Nationalpark geplant, aber auch hier macht uns die Regenzeit einen Strich durch die Rechnung: der Wasserpegel ist noch zu hoch und damit auch die Gefahr, dass sich im Katherine River noch Salzwasser-Krokodile tummeln. Okay, dann paddeln wir halt nicht selber, sondern buchen eine Bootstour. Am Bootsanleger sehen wir gleich ein Känguru und unzählige Fledermäuse. Wusstest du, dass Fledermäuse ganz schön stinken?

Die Fahrt mit dem Boot durch den Gorge ist mehr als imposant: der Fluss schlängelt sich durch riesige Felsen hindurch. Wenn du genau hinschaust, entdeckst du sogar Aborigine Malereien. Und siehe da: gut, dass wir nicht mit dem Kajak unterwegs sind, es sind tatsächlich Krokodil-Fallen aufgebaut. Wir machen einen kleinen Stopp mit dem Boot und können zu einem Wasserfall mit krokodilfreiem Billabong wandern. Nach einem halbstündigen Fußmarsch sind wir schon da und springen ins kühle Nass. Total schön und schon ein bisschen idyllisch. Am Anfang der Bootstour haben wir ein kleines Lunchpaket erhalten. Das verputzen wir auf dem Rückweg und genießen dabei die spektakulären, rotschimmernden Felsen und den tollen Ausblick auf den Katherine River.

Katherine Gorge Felsen im Nitmiluk Nationalpark

Katherine Gorge Felsen im Nitmiluk Nationalpark

Ausblick auf den Katherine River

Ausblick auf den Katherine River

Katherine Gorge Billabong mit Wasserfall

Katherine Gorge Billabong mit Wasserfall

Für den nächsten Tag haben wir die Edith Falls im Nitmiluk Nationalpark geplant. Auch hier sind wir nur ca. eine Stunde von unserem Campingplatz aus unterwegs. Direkt vom Parkplatz (Edith Falls Car Park) führt ein Wanderweg einmal komplett um die Edith Falls herum. Es gibt Aussichtsplattformen, von denen man einen atemberaubenden Ausblick auf die Wasserfälle hat. Du kannst selber bestimmen, ob du einmal ganz rumlaufen möchtest oder einfach nur zu den Aussichtspunkten. Wir sind bis zu dem Upper Pool gewandert und haben uns über die spektakulären Felsformationen in die Pools gestürzt. Du kannst direkt bis zu dem Wasserfall schwimmen und sogar von einem Pool in den nächsten „rutschen“. Wir hatten total viel Spaß und finden: absolut lohnenswert! Wir verbringen den ganzen Tag dort und lassen diesen auf dem Campingplatz mit einem leckeren BBQ ausklingen.

Edith Falls im Nitmiluk Nationalpark

Edith Falls im Nitmiluk Nationalpark

Edith Falls Rutsche zum nächsten Pool

Edith Falls Rutsche zum nächsten Pool

Pool bei den Edith Falls

Pool bei den Edith Falls

Litchfield Nationalpark

Und wer jetzt meint, wir hätten genug von Wasserfällen: nix da, ab geht´s in den Litchfield Nationalpark. Allerdings haben wir für den tatsächlich nur einen Tag eingeplant, um die ganzen Wasserfälle abzuklappern. Hier unsere Route: Wangi Falls, Tolmer Falls, Florence Falls, Buley Rockhole und zu guter Letzt die Magnetic Termite Mounds. Bei den Florence Falls sind wir schwimmen und plantschen gegangen (den Billabong erreichst du über zahlreiche Treppenstufen!), einfach traumhaft schön! Von dort sind wir zu dem Buley Rockhole gewandert. Ein wirklich toller Weg, der immer wieder an kleinen Cascades entlangführt. Buley Rockhole ist eins unserer Highlights im Litchfield Nationalpark: kleine Cascades und Billabongs laden zum plantschen und rutschen ein, wir hatten richtig viel Spaß hier!

Aber sieh selbst, die Bilder sprechen für sich! Die letzte Nacht checken wir im Banyan Tree Caravan Park außerhalb des Parks an der Litchfield Park Road ein. Obwohl der Campingplatz außerhalb des Parks liegt, liegt er mitten in der Natur und wir bekommen sogar Kängurus zu Gesicht! Am nächsten Tag fahren wir wieder zurück nach Darwin und geben unseren HiTop Camper bei Apollo ab.

Wangi Falls im Litchfield Nationalpark

Wangi Falls im Litchfield Nationalpark

Tolmer Falls im Litchfield Nationalpark

Tolmer Falls im Litchfield Nationalpark

Florence Falls im Litchfield Nationalpark

Florence Falls im Litchfield Nationalpark

Buley Rockhole im Litchfield Nationalpark

Buley Rockhole im Litchfield Nationalpark

Unser Fazit:

Reisezeit: Ende April/Anfang Mai 2014
Dauer: 1 Woche

Wir haben noch nie so viele Wasserfälle innerhalb einer Woche gesehen wie in dieser einen Camping-Woche im Kakadu-, Nitmiluk- und Litchfield-Nationalpark. Das nächste Mal werden wir auf jeden Fall in der Trockenzeit die Parks besuchen, damit wir uns wirklich alles angucken können und für den Kakadu-Nationalpark einen 4-WD Camper organisieren. Die Parks sind wirklich beeindruckend und das Schwimmen in den Billabongs und direkt unter den Wasserfällen ist einfach gigantisch. Die Natur und die Tierwelt sind ebenfalls spektakulär. In der Trockenzeit sollte man sich vielleicht auch mehr als eine Woche Zeit nehmen. Wir finden: absolut sehenswert!

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