Wallaby mit Baby im Südwesten Australien

Die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt Australien

Da Australien seit mehr als 200 Millionen Jahren durch den Ozean vom Rest der Welt getrennt ist, konnte sich ungestört von Fremdeinwirkungen eine einzigartige, bunte und vielfältige Pflanzen- und Tierwelt entwickeln. Hier bekommst du einen Überblick über die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt Australien!

Die Pflanzenwelt (Flora) in Australien

Es gibt über 22.000 verschiedene Pflanzenarten in Australien. Die meist vertretenen sind die Eukalyptus- und Akazienbäume. Schon alleine von denen gibt es 600 verschieden Arten.

Australien lässt sich in drei Vegetationszonen einteilen:

  1. Die Nordküste bis zur Mitte der Ostküste: in der tropischen Zone findet man vor allem viel Wald. Laubbäume (wie z.B. Eschen, Flaschenbäume, Birken), Farnpflanzen, Palmen, Regenwälder und an der nördlichen Küstenlinie auch Mangrovenwälder
  2. Die südöstliche Küste, die Ostküste und Tasmanien: in der gemäßigten Zone wird das Bild von Busch- und Waldlandschaften bestimmt. Savannenwälder (Woodlands), Gebüsche und Buschformationen (Malle-Scrubs), Kiefern und die Sandheide sind ebenfalls vertreten.
  3. Die Mitte und der Westen: in der Trockenzone trifft man überwiegend auf Akazien und Grasländer. Zwei Eukalyptusbaum-Arten, der Jarra- und der Karri-Eukalyptus, sind ebenfalls stark vertreten.

Die Tierwelt (Fauna) in Australien

Australien hat eine beeindruckende und einzigartige Tierwelt zu bieten: es gibt 378 Säugetierarten, über 828 Vogelarten, 140 Schlangenarten, ca. 4.000 Fischarten, 2 Krokodilarten und über 50 Meeressäuger

Am berühmtesten sind die Beuteltiere Australiens. Hierzu zählen u.a. ca. 55 verschiedene Känguruarten, Koalas und die Wombats.

Koalas kann man an der Ostküste bis hinunter in den Bundesstaat Victoria antreffen sowie in Western Australia im Yanchep Nationalpark. In den restlichen Teilen des Landes leben leider keine Koalas in freier Wildbahn.

Kängurus trifft man im ganzen Land in freier Wildbahn an. Im Westen, Osten und im Nordosten Australiens ist der Artenreichtum am höchsten, je weiter man ins Landesinnere oder in den Süden kommt, desto weniger Kängurus trifft man an. Im Südwesten und auf Tasmanien besteht die geringste Wahrscheinlichkeit ein Känguru in freier Wildbahn zu erleben.

Wombats leben vor allem auf Tasmanien und im Südosten von Australien. Im Wilsons Promontory National Park (Gippsland in Victoria) besteht eine ziemlich große Wahrscheinlichkeit einen Wombat in freier Wildbahn zu sehen. Wissen sollte man, dass Wombats eher nachtaktiv sind und erst bei Dämmerung auf Nahrungssuche gehen.

Der Dingo, ein vor Jahrtausend verwilderter Haushund, ist auch eine Tierart, die man sofort mit Australien verbindet. Bis auf im Südwesten und Südosten trifft man in ganz Australien auf den Wildhund. Man erkennt ihn an seiner rot bis sandfarbenen Fellfarbe. Er ist hauptsächlich in den Dämmerungszeiten aktiv.

Dingo in Australien

Eine Besonderheit und nur in Australien zu finden, sind die Kloakentiere. Hierbei handelt es sich um eierlegende Säugetiere. Hierzu zählen das Schnabeltier und der Ameisenigel.

Das Schnabeltier (Platatypus) lebt in Australiens Bächen und ruhigen Flüssen. Wer ein Schnabeltier mal in freier Wildbahn sehen möchte, findet diese an der Ostküste Australiens, im südöstlichen Australien (vor allem im Tidbinbilla Nature Reserve bei Canberra und im Great Otway National Park an der Great Ocean Road) und in Tasmanien (im Cradle Mountain-Lake St Clair National Park).

Der Ameisenigel (Echidna) wird auch oft Schnabeligel genannt. Man findet ihn eigentlich überall in Australien: in den Wäldern, in den Buschlandschaften und auch in den Wüstengebieten in der Mitte. Einziges Kriterium für seinen Lebensraum ist nämlich genug zu Fressen (Termiten, Ameisen und andere Krabbeltiere) sowie das Vorhandensein von Versteckmöglichkeiten.

Ameisenigel

Ebenso beeindruckend ist die bunte Vogelwelt in Australien. Hier leben 53 verschiedene Papageienarten (wovon man 44 dieser Arten nur in Australien findet!), Sittiche und Wellensittiche. Am bekanntesten sind wohl der Lorikeet und die Kakadus. Aber auch der Kookaburra („der lachende Hans“) ist häufig anzutreffen.

Neben den bunten Vögeln ist auch der Emu in Australien zu Hause. Der Emu ist der zweitgrößte Laufvogel der Welt. Aber der Emu ist nicht der einzige Laufvogel, der in Australien beheimatet ist. Der Kasuar gehört ebenfalls zu den Laufvögeln und ist mit seinen bis zu 1,80 m Größe ebenfalls ein recht beeindruckendes Exemplar. In Australien findet man den Kasuar im tropischen Queensland, im Norden Australiens.

Die Vogelvielfalt kann man in ganz Australien bewundern.

Das Australien als eines der giftigsten Länder der Welt gilt, verdankt es der Schlangen-, Spinnen- und Reptilienwelt. In Australien leben 21 von 25 der giftigsten Schlangen weltweit. Nicht nur das, in Australien ist sogar die giftigste Schlangenart, der Inland Taipan (oder auch westlicher Taipan), beheimatet. Er lebt vorwiegend in den heißen Wüstengebieten von West Queensland und im tiefen Outback. Weitere giftige Schlangenarten sind: Taipan (Küstentaipan oder auch südlicher Taipan), Tigerschlange, Braunschlange, Todesotter und die Kupferkopfschlange.

Es gibt 1.500 Spinnenarten in Australien, davon sind lediglich 30 giftig. Als besonders giftig gelten die Trichternetzspinne (Funnel Web Spider), die Rotrückenspinne (Red Back Spider) und die Riesenkrabbenspinne (Huntsman Spider).

Das Gift der White Tailed Spinne ist zwar nicht tödlich, ein Biss ist aber äußerst schmerzhaft und nur schwer behandelbar. Das Gleiche gilt für die weit verbreitete Wolf Spider.

In Australien leben ungefähr 389 verschiedene Echsenarten.  Am bekanntesten und beliebtesten sind wohl die Kragenechse (frilled dragon) und der Dornteufel (thorny devil).

Die Unterwasserwelt in Australien ist genauso artenreich, bunt und vielfältig wie die Tierwelt an Land. In Australiens Gewässern ist alles vertreten, was das Schnorchler- und Taucherherz höherschlagen lässt: bunte Fische, Schildkröten, Haie, Walhaie, Wale, Korallenriffe… aber hier ist Vorsicht geboten. Einige aggressive Haiarten, wie der weiße Hai, der Tigerhai und der Bullenhai, sollte man nur vom Boot aus beobachten bzw. in einem sicheren Käfig. Aber nicht nur die Haie in den australischen Gewässern könnten zur Gefahr werden: die Würfel-Quallen (box jelly fish), die portugiesische Galeere (bluebottle), Seeschlangen, die Blauring-Krake (blue ringed octopus), der Steinfisch und auch die Kegelmuschel (cone shell) sind giftig und sollte man nur mit respektvollem Abstand bewundern.

Und nicht zu vergessen: die Krokodile. Es leben zwei Arten in Australien, einmal das Salzwasser- oder Leistenkrokodil (saltie) und das Süßwasserkrokodil (freshie). Während die Süßwasserkrokodile eher harmlos sind und den Kontakt mit Menschen meiden, sind seine Artgenossen die Salties aggressiv und angriffslustig. Die Warnschilder „Achtung Krokodile“ sollte man auf jeden Fall ernst nehmen und diese Gewässer noch nicht einmal mit dem dicken Zeh betreten.

Generell gilt: Allen Lebewesen sollte man mit Respekt gegenübertreten, man darf nie vergessen, dass es sich um wilde Tiere handelt, die sich bei Bedrohung lediglich verteidigen wollen!

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hallo Ivonne & Adam,

vielen Dank für diesen anschaulichen Artikel. Jetzt weiß ich auch endlich mal, wie das Tier hieß, welches wir vorher noch nie gesehen haben: ein Ameisenigel. Sehr interessant.

Kängurus haben wir auf unserer Reise tatsächlich eine ganze Menge gesehen, die Koalas ließen sich jedoch leider nicht blicken. Auf die Wombats mussten wir zum Glück aber nicht verzichten. Das war schon ein Highlight.

Viele Grüße,
Tanja

Antworten

    Hey Tanja,

    wir mussten tatsächlich auch erstmal Google befragen, als wir das erste Mal einen Ameisenigel gesehen haben! 🙂
    Wir hatten leider kein Glück mit den Wombats…wir waren in der Nähe von Adelaide in einem Wildpark. Dort gab es welche, allerdings haben sie sich dort auch nicht blicken lassen, sondern haben die ganze Zeit in ihrer “Hütte” geschlafen. Nächstes Mal! 😉

    Viele Grüße
    Ivonne & Adam

    Antworten

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