
Wir sind unterwegs – im September – und machen auf unserer Tour zwischen Cairns und Adelaide einen Zwischenstopp in Coffs Harbour.
Das Küstenstädtchen ist nicht sehr groß: Es gibt die berühmte Big Banana und direkt vor der Tür liegt das Muttonbird Island Nature Reserve. Dies ist eine kleine Insel mit einem Spazierweg, der vom Anfang bis zum Ende der Insel führt.
Will man auf die Insel kommt man an dem kleinen Hafen vorbei mit einigen niedlichen Restaurants und Bistros.

Coffs Harbour ist also schnell erkundet, wir wollen aber noch nicht weiterfahren und so erkundigen wir uns, was wir uns in der Umgebung anschauen könnten.
Wir recherchieren etwas und stoßen auf folgende Beschreibungen: Wanderungen durch den Regenwald, Wasserfälle, Skywalk, wilde Natur und die australische Tierwelt hautnah… hört sich sehr gut an, beschlossenen Sache: wir fahren in den Dorrigo Nationalpark!
Der Nationalpark hat es sogar auf unsere Highlight-Liste an der Ostküste geschafft!
Dorrigo Nationalpark – UNESCO Weltnaturerbe
Der Dorrigo Nationalpark liegt ungefähr 60 km westlich von Coffs Harbour und wir fahren eine gute Stunde. Der Nationalpark ist Teil der Gondwana Wälder, die sogar auch UNESCO Weltnaturerbe sind.
Der erste Teil der Strecke zum Dorrigo Nationalpark ist unspektakulär, bis wir ab Bellingen auf den Waterfall Way Scenic Drive kommen.
Die Landschaft ändert sich und wir können die Wälder schon sehen. Wir sind mal wieder erstaunt, wie abwechslungsreich Australien ist: vom Meer und Strand über öde Felder direkt in den Regenwald.
Und das in nur einer Stunde!
Der Waterfall Way führt uns direkt zu unserem Ziel, dem Dorrigo Rainforest Centre. Hier kannst du dich mit allerlei Informationen zu Flora und Fauna versorgen und dir eine Karte für die vielen Wanderwege holen.
Am Rainforest Centre ist auch direkt der umworbene Skywalk.
Den schauen wir uns als erstes an. Eine 70 Meter lange Brücke endet mitten im Regenwald in 21 Meter Höhe. Wir haben einen großartigen Panorama-Blick über den Dorrigo Nationalpark.
Wow, was für ein Ausblick!

Der Wonga Walk mit den Crystal Shower Falls
Zurück im Rainforest Centre schauen wir uns auf der Karte an, was wir hier zu Fuß erkunden können und entscheiden uns für den Wonga Walk.
Der startet nämlich direkt hier und wir müssen nicht noch einmal weiterfahren. Also los geht´s!
Die ersten 400 Meter folgen wir dem Lyrebird link track und kommen dann direkt auf den Wonga Walk. Wir gehen mitten durch den Regenwald.
Hier stehen über 600 Jahre alte Bäume, teilweise stehen die Bäume und Farne so dicht beieinander, dass wir den Himmel gar nicht mehr sehen können.
Zwischendurch kommen wir immer wieder an Lianen vorbei, was uns echt ein Dschungel-Feeling verleiht. Und dass, obwohl der Weg asphaltiert ist.
Erster Wasserfall und Begegnung mit einer Schlange
Wir kommen an dem Tristania Wasserfall vorbei. Hübsch anzuschauen, aber nicht wirklich so beeindruckend wie die Wasserfälle im Litchfield- und Kakadu-Nationalpark!
Wir lassen uns Zeit und schlendern ganz gemütlich den Weg entlang. So entdecken wir immer wieder bunte Vögel, Echsen, die sich auf Steinen wärmen und unser absolutes Highlight: eine rotbäuchige Schwarzotter!
(Anmerkung: das googeln wir erst abends, was das für eine Schlange ist. Und somit wissen wir auch erst abends, dass dies eine giftige Schlange ist… obwohl… ist nicht eigentlich alles giftig in Australien?!?)


Der Wonga Walk ist wirklich sehr schön und nicht anstrengend. Es gibt ein paar Passagen, die etwas bergauf gehen und die nicht asphaltiert bzw. gut begehbar sind.
Allerdings lassen sich auch diese Strecken ganz entspannt und ohne große Anstrengung gehen.
Die Crystal Shower Falls
Nach etwa der Hälfte des Weges kommen wir an den Crystal Shower Falls an. Und wow!
Der Wasserfall an sich ist gar nicht so beeindruckend, aber das Gesamtbild sieht fantastisch aus! Eine Hängebrücke führt über den kleinen See, in den der Wasserfall fällt.
Das Wasser ist kristallklar. Ein kleiner Weg führt direkt hinter die Crystal Shower Falls in eine kleine Höhle. Von dort haben wir einen tollen Blick auf die kleine Dschungel-Oase.
Wir sind begeistert!


Der Rest des Weges, bis zurück zum Rainforest Centre, ist genauso schön und grandios wie die erste Hälfte. Wir gehen mitten durch den Regenwald an uralten und riesengroßen Bäumen vorbei.
Auch den zweiten Teil gehen wir ganz entspannt und genießen unsere Umgebung. Nach ca. zweieinhalb Stunden kommen wir wieder am Rainforest Centre an.
Hier gibt es auch eine Picknick-Area und das Canopy-Café. Wir holen uns Sandwiches aus unserem Camper und verbringen eine ausgedehnte Mittagspause an einem der Picknick-Tische.
Und wir bekommen sogar Gesellschaft: ein wirklich frecher bushturkey versucht sein Glück und will sich an unseren Sandwiches vergreifen!

Unser Fazit:
- Schwierigkeitsgrad: leicht
- Länge: ca. 6,6 km als Loop
- Dauer: 2 bis 3 Stunden
- Reisezeit: September
Wir haben einen traumhaft schönen Tag im Dorrigo Nationalpark verbracht.
Der Wonga Walk ist echt toll zu gehen und man bekommt einiges geboten.
Der einstündige Abstecher von der Küste lohnt sich auf jeden Fall!
Warst du auch schoneinmal im Dorrigo Nationalpark? Hast du vielleicht einen anderen Walk gemacht? Schreib uns in unserer Facebook-Gruppe gerne oder hinterlasse einen Kommentar!
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Wir sind seit 2012 12-mal in Australien gereist, insgesamt über 25 Monate und 25.000 km, meist im Camper. Besonders gut kennen wir die Westküste von Perth bis Exmouth und die Ostküste von Cairns bis Adelaide. Mit Australien Guide helfen wir seit 2017, die eigene Reise zu planen. Mehr über uns →
