Kalbarri Nationalpark: Sehenswürdigkeiten, Wanderungen & unsere Tipps

Das Natures Window im Kalbarri Nationalpark in Australien

Kennst du das Foto vom Nature’s Window? Ein Bogen aus rotem Sandstein, durch den du wie durch einen Bilderrahmen auf den Murchison River schaust. Genau wegen dieses Bildes sind wir das erste Mal in den Kalbarri Nationalpark gefahren.

Hängen geblieben ist bei uns aber viel mehr. Rote Klippen, die senkrecht ins knallblaue Meer abfallen. Schluchten, in denen es heißer wird, als wir es uns je vorgestellt hätten. Und Kängurus, die abends über den Campingplatz hüpfen.

Wir waren inzwischen zweimal hier. Beim ersten Mal, auf unserem Westküsten-Roadtrip bis nach Exmouth, hatten wir nur zwei Nächte eingeplant. Wir haben uns das Nature’s Window angeschaut, mitten in der Mittagshitze, und sind weitergefahren. Hinterher ist man ja immer schlauer.

Beim zweiten Mal waren wir mit unserem HiTop Camper unterwegs und sind fünf Tage geblieben. Diesmal mit Wecker, Wanderschuhen und Kopfnetzen. Wir haben vier Wanderungen gemacht, und eine davon gehört bis heute zu den schönsten, die wir in Australien erlebt haben.In diesem Beitrag zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten im Kalbarri Nationalpark, stellen unsere Wanderungen vor und geben dir Tipps für deinen Besuch. Und natürlich verraten wir dir, was wir beim nächsten Mal anders machen würden.

Wo liegt der Kalbarri Nationalpark?

Der Kalbarri Nationalpark liegt in Western Australia, rund 570 Kilometer nördlich von Perth. Er ist ein beliebter Zwischenstopp auf einem Roadtrip entlang der Westküste, zum Beispiel auf dem Weg nach Shark Bay mit den Delfinen von Monkey Mia, nach Coral Bay oder Exmouth und in den Cape Range Nationalpark. Welche Orte uns an der Westküste außerdem begeistert haben, zeigen wir dir in unserem Beitrag über die Highlights an Australiens Westküste.

Was uns an Kalbarri besonders gefällt: Hier erwarten dich zwei völlig unterschiedliche Landschaften.

Im Landesinneren hat sich der Murchison River über Millionen von Jahren tief in den roten Sandstein gegraben. Hier findest du das Nature’s Window, den Kalbarri Skywalk und die bekannten Wanderwege durch die Schluchten.

kalbarri nationalpark

An der Küste bestimmen hohe Klippen, interessante Felsformationen und das blaue Meer das Bild. Viele Aussichtspunkte erreichst du direkt mit dem Auto, es gibt aber auch schöne Wanderwege.

Die Küstenline in Kalbarri an der Westküste Asutralien

Der kleine Ort Kalbarri liegt an der Mündung des Murchison River und ist ein guter Ausgangspunkt für beide Teile des Nationalparks.

Kalbarri Nationalpark: Anreise, Eintritt und beste Reisezeit

Anreise und Straßenverhältnisse

Von Perth aus erreichst du Kalbarri in ungefähr sechs bis sieben Stunden mit dem Auto. Wir würden die Strecke allerdings nicht unbedingt an einem Stück fahren, denn auch unterwegs gibt es einiges zu entdecken. Falls du deine Reise in Perth beginnst, lohnt es sich außerdem, ein paar Tage für die Stadt einzuplanen. Warum wir Perth so gerne mögen, erfährst du in unserem Reisebericht über Perth.

Für die bekannten Sehenswürdigkeiten im Nationalpark brauchst du keinen Geländewagen. Die Zufahrtsstraßen zum Nature’s Window, zum Z-Bend und zum Kalbarri Skywalk sind inzwischen asphaltiert und mit einem normalen Mietwagen oder Camper befahrbar. Das war bei unserem ersten Besuch noch anders: Damals mussten wir kilometerweit über eine holprige Schotterstraße zum Nature’s Window fahren, und unser Camper wurde ordentlich durchgeschüttelt!

dirt road kalbarri

Wohnwagen und Fahrzeuge mit Anhänger dürfen die Zufahrten zum Nature’s Window und zum Z-Bend allerdings nicht befahren. Wenn du mit einem Wohnwagen unterwegs bist, solltest du das bei deiner Planung berücksichtigen.

Wie viel kostet der Eintritt?

Für die Sehenswürdigkeiten im Landesinneren zahlst du eine Nationalparkgebühr von aktuell 17 AUD pro Fahrzeugmit bis zu zwölf Insassen (Stand: Oktober 2026). Die Aussichtspunkte und Wanderwege an der Küste kannst du dagegen kostenlos besuchen.

Wenn du einen gültigen Nationalpark-Pass für Western Australia hast, ist der Eintritt bereits abgedeckt. Besuchst du auf deiner Route mehrere Nationalparks, lohnt sich oft ein Holiday Pass, den es ab 30 AUD für fünf Tage gibt. Die aktuellen Eintrittspreise und mögliche Sperrungen findest du auf der offiziellen Website des Kalbarri Nationalparks.

Wann ist die beste Reisezeit für den Kalbarri Nationalpark?

Zum Wandern würden wir dir die Monate Mai bis Oktober empfehlen. Dann sind die Temperaturen im Landesinneren normalerweise angenehmer. Besonders schön ist das australische Frühjahr, wenn viele Wildblumen blühen.

Bei unserem zweiten Besuch waren wir Mitte November in Kalbarri. An der Küste war es warm und angenehm, in den Schluchten dagegen teilweise unerträglich heiß. Im Landesinneren kann es deutlich heißer werden als im Ort, im Sommer sind in den Schluchten sogar Temperaturen um die 50 Grad möglich.

Wenn du längere Wanderungen planst, prüfe vorher die aktuellen Temperaturen und die Park Alerts der Parkverwaltung. Falls du mehrere Regionen Australiens bereisen möchtest, hilft dir unser Beitrag zur besten Reisezeit für Australien bei der Planung.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Kalbarri Nationalpark

Nature’s Window – das berühmte Felsenfenster

Das Nature’s Window ist vermutlich das bekannteste Fotomotiv des Kalbarri Nationalparks. Die natürliche Öffnung im roten Sandstein rahmt den Blick auf die Schluchten und den Murchison River ein. Und wir können dir versichern: Auch in echt sieht das richtig beeindruckend aus!

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Vom Parkplatz aus ist es etwa ein Kilometer hin und zurück, plane dafür 30 bis 45 Minuten ein. Anfangs geht es über einen befestigten Weg und Stufen, zum Schluss über natürliche Felsflächen.

Bei unserem ersten Besuch machten wir allerdings einen typischen Anfängerfehler: Wir fuhren erst gegen Mittag los. Als wir ankamen, herrschte bereits eine enorme Hitze, und selbst der kurze Weg brachte uns ordentlich ins Schwitzen. Trotzdem waren wir begeistert. Die roten Felsen, der Blick auf den Fluss und diese Weite – wir konnten uns gar nicht sattsehen. Natürlich haben wir jede Menge Fotos gemacht. Durch das Fenster, vor dem Fenster, mit uns und ohne uns.

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Unser Tipp: Komm möglichst früh am Morgen. Dann ist es noch kühler und das Licht eignet sich besonders gut zum Fotografieren. Nimm auch für den kurzen Weg Wasser mit und klettere nicht auf die empfindliche Fensterformation.

Kalbarri Skywalk – Aussicht über die Schluchten

Hier ragen zwei Aussichtsplattformen über den Rand der Murchison River Gorge hinaus, rund 100 Meter über dem Fluss. Der Skywalk ist ideal, wenn du die Landschaft von oben sehen möchtest, ohne eine längere Wanderung zu unternehmen. Die Wege vom Parkplatz sind barrierefrei, außerdem gibt es einen Kiosk und Toiletten.

Der Besuch ist im Eintritt für den Nationalpark enthalten, ein zusätzliches Ticket brauchst du nicht. Wenn du den Skywalk mit dem Nature’s Window und dem Z-Bend Lookout verbindest, bekommst du an einem Tag einen guten Eindruck vom Landesinneren.

Z-Bend Lookout – Blick auf den Murchison River

Seinen Namen verdankt der Aussichtspunkt dem Murchison River, der sich hier in einer markanten Z-Form durch die Schlucht windet. Vom Parkplatz sind es etwa 1,2 Kilometer hin und zurück.

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Wir haben hier eine ganze Weile gestanden und die Landschaft betrachtet. Besonders beeindruckend fanden wir die steilen Felswände und die Ruhe. Wenn dir der Blick von oben nicht reicht, kannst du auf dem Z-Bend River Trail bis hinunter zum Fluss wandern. Für uns ist das eine der schönsten Wanderungen im Park.

Hawks Head, Ross Graham und Meanarra Hill

Drei weitere Aussichtspunkte erreichst du in wenigen Minuten vom Parkplatz:

  • Hawks Head: benannt nach einer Felsformation, die an einen Falkenkopf erinnert. Ein kurzer, befestigter Weg führt zum rollstuhlgerechten Lookout.
  • Ross Graham Lookout: die einfachste Stelle im Park, um direkt ans Flussufer zu kommen.
  • Meanarra Hill: nur 5 Kilometer vom Ort entfernt, mit Rundumblick über Kalbarri und die Flussmündung. Besonders schön zum Sonnenuntergang.

Die Küstenklippen: von Red Bluff bis Natural Bridge

Unser allererster Eindruck vom Kalbarri Nationalpark war die Küste: tiefrote Felsen, türkisfarbenes Meer und ein strahlend blauer Himmel. Wow!

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Südlich des Ortes reihen sich auf rund 13 Kilometern die Aussichtspunkte aneinander, alle bequem mit dem Auto erreichbar und ohne Eintritt. Zu den schönsten gehören Red Bluff, Pot Alley, Eagle Gorge, Island Rock und die Natural Bridge. Island Rock, ein einzelner Felsen im Meer, erinnert ein bisschen an die Zwölf Apostel an der Great Ocean Road. Zwischen Juni und November kannst du von den Klippen aus mit etwas Glück Buckelwale beobachten.

Nach unserem heißen Mittagsausflug zum Nature’s Window haben wir uns an den Blue Holes abgekühlt, einem Riffabschnitt kurz hinter dem Ort. Dort gibt es einen Picknicktisch direkt am Strand, und bei ruhiger See kannst du schnorcheln.

Wandern im Kalbarri Nationalpark: Die schönsten Trails

Wenn du gerne wanderst, solltest du für Kalbarri unbedingt etwas mehr Zeit einplanen. Wir haben während unseres längeren Aufenthalts vier Wanderwege ausprobiert. Manche haben uns richtig begeistert, einen fanden wir eher eintönig.

WanderwegLängeSchwierigkeitDauer
The Loop Trail9 km Rundwegschwer, Class 43–5 Std.
Z-Bend River Trail2,6 km hin und zurückschwer, Class 4ca. 2 Std.
Rainbow Valley Trail3 km Rundwegmittel bis schwer, Class 41–2 Std.
Bigurda Trail8 km einfache Streckemittel, Class 3ca. 3 Std. einfach

Längen und Schwierigkeitsgrade entsprechen den offiziellen Angaben der Parkverwaltung. Je nach Wetter und Fitness solltest du mehr Zeit einplanen.

The Loop Trail – unsere eindrucksvollste Wanderung

  • Strecke: 9 km Rundweg
  • Schwierigkeit: anspruchsvoll, Class 4
  • Dauer: etwa 3–5 Stunden
  • Start: Parkplatz Nature’s Window

Der Loop Trail führt vom Nature’s Window über die roten Felsen oberhalb des Murchison River, dann hinunter in die Schlucht und ein langes Stück am Fluss entlang.

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Bei unserem ersten Besuch hatten wir uns nicht an diese Wanderung herangetraut. Beim zweiten Mal stellten wir uns extra den Wecker und standen gegen halb neun am Ausgangspunkt. Das Problem: Selbst das war im November schon viel zu spät. Heute wäre das gar nicht mehr möglich, denn zwischen November und März ist der Einstieg ab 7 Uhr morgens gesperrt.

Oben auf den Felsen war die Wanderung noch angenehm, mit tollen Blicken auf den Fluss. Doch je tiefer wir in die Schlucht kamen, desto heißer wurde es. Unten am Ufer liefen wir lange Abschnitte durch Sand, fast ohne Schatten. Dazu kamen Stellen, an denen wir klettern mussten, und irgendwann waren selbst die Felsen so heiß, dass es an den Händen wehtat. Obwohl wir drei bis vier Liter Wasser pro Person dabeihatten, kamen wir ziemlich an unsere Grenzen.

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Die Landschaft war trotzdem wunderschön: rote Felswände, glasklares Wasser, schwarze Schwäne, Pelikane und weit und breit kein anderer Mensch. Bei einer Pause steckten wir unsere Köpfe in den Fluss. Es fehlte eigentlich nur noch, dass es zischt.

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Kurz vor dem letzten Aufstieg fanden wir einen großen Baum am Ufer und haben uns in den Schatten gelegt. Nicht gesetzt, gelegt. Eine Viertelstunde lang bewegten wir uns keinen Millimeter. Als wir danach endlich wieder oben am Nature’s Window ankamen, waren wir vollkommen fertig. Die obligatorischen Fotos verschoben wir auf den nächsten Tag.

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Unser Fazit: Landschaftlich gehört der Loop zu den schönsten Wanderungen, die wir in Australien gemacht haben. Uneingeschränkt empfehlen würden wir ihn trotzdem nicht. Selbst wenn es in Kalbarri angenehm warm ist, können unten am Fluss gefährlich hohe Temperaturen herrschen.

Wichtig für deine Planung:

  • Zwischen November und März ist der Einstieg ab 7 Uhr morgens gesperrt. Plane den Loop am besten zwischen Mai und Oktober.
  • Trails WA empfiehlt einen Liter Wasser pro Person und Wanderstunde. Für den Loop sind das vier bis fünf Liter, also mehr, als wir damals dabeihatten. Trinkwasser gibt es im Park nicht.
  • Trage feste Wanderschuhe, einen Hut und lange, luftige Kleidung.
  • Sag jemandem Bescheid, wohin du gehst. Der Handyempfang ist lückenhaft, die Parkverwaltung empfiehlt deshalb einen Personal Locator Beacon (PLB).
  • Starte nicht, wenn es schon zu heiß ist oder eine Sperrung gilt.

Wir würden den Loop gerne noch einmal wandern – aber nur bei passenden Temperaturen und mit besserer Planung.

Z-Bend River Trail – Klettern durch die Schlucht

  • Strecke: 2,6 km hin und zurück
  • Schwierigkeit: anspruchsvoll, Class 4
  • Dauer: ungefähr 2 Stunden
  • Start: Parkplatz Z-Bend

Der Z-Bend River Trail hat uns fast genauso begeistert wie der Loop, obwohl er deutlich kürzer ist.

Der Weg beginnt in der Nähe des Z-Bend Lookouts und führt hinunter zum Murchison River. Schon nach wenigen Minuten wird klar, dass das kein gewöhnlicher Spaziergang ist: Wir kletterten über große Felsen, zwängten uns durch enge Passagen und stiegen Leitern hinauf und hinunter.

wanderweg the loop klettern

Genau das hat uns unheimlich viel Spaß gemacht. Außerdem lagen Teile des Weges durch die hohen Felswände im Schatten, was wir deutlich angenehmer fanden als die offenen Abschnitte des Loops.

wandern im z bend Kalbarri Nationalpark

Nach ungefähr 45 Minuten standen wir unten am Fluss, zwischen den roten Felswänden, die wir zuvor noch von oben betrachtet hatten. Eigentlich hatten wir auf Kängurus gehofft. Stattdessen standen wir plötzlich einer Familie wilder Ziegen gegenüber – und die schauten mindestens genauso überrascht wie wir!

Wir erkundeten beide Seiten des Flussufers und kletterten anschließend wieder hinauf. Der Aufstieg war anstrengender als der Abstieg, aber wir waren nicht annähernd so erschöpft wie nach dem Loop.

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Unser Fazit: Wenn du gerne über Felsen kletterst und trittsicher bist, können wir dir den Z-Bend River Trail sehr empfehlen. Unterschätzen solltest du ihn trotzdem nicht, auch hier kann es in der Schlucht sehr heiß werden.

Rainbow Valley Trail – unser Favorit an der Küste

  • Strecke: 3 km Rundweg
  • Schwierigkeit: Class 4
  • Dauer: ungefähr 1–2 Stunden
  • Start: Rainbow Valley oder Mushroom Rock

Auch an der Küste gibt es schöne Wanderwege. Besonders gut gefallen hat uns der Rainbow Valley Trail.

Der Weg führt durch Buschland, vorbei an ungewöhnlichen Felsformationen und schließlich hinunter Richtung Meer. Immer wieder entdeckten wir interessante Gesteinsschichten und bizarre Formen, die Wind und Wasser geschaffen haben. Zwischendurch mussten wir über Felsen klettern und unebene Abschnitte überwinden.

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Unten an der Küste machten wir eine Pause und beobachteten, wie die Wellen gegen die roten Felsen schlugen. Auch den Mushroom Rock meinten wir zu entdecken. Ganz sicher waren wir uns allerdings nicht, interessant sah der Felsen aber auf jeden Fall aus.

Über einen anderen Wegabschnitt ging es zurück, vorbei an weiteren imposanten Felsformationen. Am Ende waren wir uns einig: Diese Wanderung hat sich gelohnt!

Unser Fazit: Wenn du an der Küste nur eine kürzere Wanderung machen möchtest, nimm den Rainbow Valley Trail. Er bietet auf kurzer Strecke viele unterschiedliche Eindrücke.

Bigurda Trail – schöne Aussicht, aber etwas eintönig

  • Strecke: 8 km einfache Strecke
  • Schwierigkeit: Class 3
  • Dauer: ungefähr 3 Stunden für die einfache Strecke
  • Start/Ziel: Eagle Gorge und Natural Bridge

Beim Bigurda Trail waren wir dagegen nicht ganz so begeistert. Der Wanderweg führt entlang der Küstenlinie zwischen Eagle Gorge und Natural Bridge. Wir starteten an der Eagle Gorge und liefen Richtung Süden.

Die ersten Kilometer waren richtig schön. Rechts von uns lag der Indische Ozean, links erstreckte sich die weite Buschlandschaft. Allerdings bestand der Weg über weite Strecken aus Sand und losem Untergrund, und das wird auf Dauer ganz schön anstrengend. Dazu kamen gefühlt 300 Fliegen, die uns ständig um den Kopf schwirrten. Zum Glück hatten wir unsere Kopfnetze dabei!

kallbarri bigurda trail

Nach ungefähr vier Kilometern stellten wir fest, dass sich die Aussicht kaum verändert hatte. Vor uns lagen weitere vier Kilometer bis zur Natural Bridge, und anschließend hätten wir dieselbe Strecke zurücklaufen müssen, weil unser Camper noch am Ausgangspunkt stand. Darauf hatten wir ehrlich gesagt keine Lust. Also drehten wir um und kämpften uns durch den Sand zurück.

Unser Fazit: Die Aussicht ist schön, die komplette Strecke lohnt sich aus unserer Sicht aber nicht. Fahr lieber die Aussichtspunkte mit dem Auto an und lauf jeweils ein kurzes Stück auf dem Trail, Zugänge gibt es zum Beispiel an Island Rock und Grandstand. Zwischen Juni und November kannst du unterwegs mit etwas Glück Buckelwale sehen.

Kalbarri Stadt: Strand, Pelikane und Kängurus

Seien wir mal ehrlich: Für den Ort selbst brauchst du ungefähr eine halbe Stunde. Ein paar Cafés, ein Bäcker, ein paar Shops, ein Supermarkt und das Visitor Centre. That’s it.

Der Strand und die Parks am Murchison River sind trotzdem toll. Es gibt kostenlose BBQ-Stationen und viele Picknickplätze, in den Parks wimmelt es von Galahs und Kakadus, und in der Dämmerung kommen die Kängurus.

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Jeden Morgen um 8:45 Uhr füttern Freiwillige am Ufer die Pelikane und erzählen dabei einiges über die Vögel. Zuschauen ist kostenlos, über eine kleine Spende freuen sich die Helfer.

pelikan kalbarri

Wenn du den Park aus einer anderen Perspektive sehen möchtest, kannst du ab Kalbarri eine Bootstour auf dem Murchison River, eine Kanutour durch die Schluchten oder einen Rundflug buchen.

Übernachten im Kalbarri Nationalpark

Im Nationalpark selbst darfst du nicht übernachten. Der Ort Kalbarri ist aber die perfekte Basis für Küste und Schluchten. Wir haben auf zwei Campingplätzen übernachtet:

  • Kalbarri Red Bluff Tourist Park: traumhaft direkt an der Küste gelegen, groß und sauber. Unser Stellplatz mit Strom hatte sogar ein eigenes Badezimmer, und fast jeden Tag kamen uns Kängurus besuchen.
  • Kalbarri Tudor Holiday Park: weitläufig und grün, mit Pool. Gegenüber liegt ein Sportplatz, auf dem sich abends die Kängurus tummeln.

Wenn du ohne Camper reist, findest du im Ort Apartments und Ferienwohnungen. In den australischen Schulferien solltest du rechtzeitig reservieren.

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Wie viele Tage solltest du für Kalbarri einplanen?

Bei unserem ersten Besuch waren wir nur zwei Nächte in Kalbarri. Das reichte zwar für Nature’s Window und einige Stopps an der Küste, aber längst nicht für alles, was wir sehen wollten.

Deshalb blieben wir beim nächsten Mal gleich fünf Tage.

Wie viel Zeit du brauchst, hängt vor allem davon ab, ob du wandern möchtest.

Ein Tag in Kalbarri

Wenn du nur einen Tag Zeit hast, würden wir uns auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten konzentrieren.

Besuche früh morgens das Nature’s Window und anschließend den Kalbarri Skywalk. Wenn es die Temperaturen erlauben, kannst du auch noch zum Z-Bend Lookout fahren.

Am Nachmittag bleibt Zeit für einige Aussichtspunkte an der Küste.

Zwei Tage in Kalbarri

Mit zwei Tagen wird es deutlich entspannter.

Am ersten Tag kannst du die Schluchten im Landesinneren erkunden. Den zweiten Tag würden wir für die Küste einplanen, beispielsweise mit dem Rainbow Valley Trail und den verschiedenen Lookouts.

Drei oder mehr Tage in Kalbarri

Wenn du gerne wanderst, lohnt sich ein längerer Aufenthalt.

Dann kannst du den Loop Trail und den Z-Bend River Trail an unterschiedlichen Tagen unternehmen und dir zwischendurch ausreichend Zeit zum Erholen nehmen.Wir würden heute mindestens zwei Nächte einplanen, bei mehreren Wanderungen lieber drei oder mehr.

Lohnt sich der Kalbarri Nationalpark? Unsere persönliche Meinung

Das Nature’s Window ist ein echtes Must-see. Wer aber nur für das Foto nach Kalbarri kommt, verpasst das Beste: die Schluchten aus der Nähe, die Küste mit ihren roten Klippen und ein paar richtig schöne Wanderungen.

Nimm dir Zeit, stell dir den Wecker und geh wandern, aber plane die Hitze mit ein. Beim nächsten Mal steht für uns der Skywalk ganz oben auf der Liste. Und diesmal sind wir garantiert vor sieben Uhr am Start.

Warst du auch schon im Kalbarri Nationalpark? Hast du sogar die Loop Wanderung gemacht? Schreib uns gern in die Kommentare, welche Wanderung dir am besten gefallen hat oder poste dein Bild in unserer Facebook-Gruppe!

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