
Uluru und Kata Tjuta sind das Herz Australiens, und für die meisten Reisenden reichen zwei bis drei Tage, um beide gut zu erleben. In diesem Guide erfährst du, wie du hinkommst, was der Park Pass kostet, welche Wanderungen sich lohnen und wann du am besten reist. Dazu kommt ein ehrlicher Erfahrungsbericht, der zeigt, warum viele die Olgas am Ende sogar mehr beeindrucken als den Uluru selbst.
| Auf einen Blick | |
|---|---|
| Lage | Uluru-Kata Tjuta Nationalpark, Northern Territory, rund 465 km südwestlich von Alice Springs |
| Ausgangspunkt | Yulara (Ayers Rock Resort), etwa 20 km vom Uluru entfernt |
| Park Pass | 38 AUD für 3 Tage, unter 18 Jahren kostenlos |
| Zeitbedarf | 2 bis 3 Tage |
| Beste Reisezeit | Mai bis September |
| Klettern | seit 26. Oktober 2019 verboten |
| Unser Tipp | Kata Tjuta nicht unterschätzen und mindestens einen halben Tag einplanen |
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Lohnt sich der Uluru? Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Ja, aber plane Kata Tjuta fest mit ein. Zu diesem Fazit kommt unsere Kollegin Mandy von Mandys Abenteuerwelt, die für uns ihre Reise durchs rote Zentrum aufgeschrieben hat.
Nach vier Wochen im Camper von Perth nach Darwin fuhr sie mit dem Zug The Ghan nach Alice Springs. Dort mietete sie für eine Woche einen Camper und fuhr an einem heißen Septembertag knapp sechs Stunden zum Uluru.
Ihr Plan für den ersten Morgen: zuerst Kata Tjuta, weil die meisten Reisebusse vormittags zum Uluru fahren. Das ging auf. Im Valley of the Winds war sie mit ihrem Partner fast allein zwischen den roten Kuppeln unterwegs. An der Wasserstelle auf halbem Weg kam ein Känguru zum Trinken, dazu Scharen von Vögeln.

Am Uluru selbst blieb die Magie für sie aus. Am Mutitjulu Waterhole war es still und fast menschenleer. Der Sonnenuntergang zwischen Dutzenden Autos enttäuschte sie dagegen. Am Ende war der Uluru für sie „nur ein Felsen“, vielleicht, weil die Erwartungen zu hoch waren.
Mandys Rat:
- Komm ohne überzogene Erwartungen.
- Flieg wenn möglich direkt nach Ayers Rock, statt sechs Stunden zu fahren.
- Lass die Olgas auf keinen Fall aus. Sie beeindrucken viele mindestens genauso, werden aber oft nur als Abstecher eingeplant.
Unsere Einordnung: Der Uluru beeindruckt nicht auf Knopfdruck. Wer vorher das Kulturzentrum besucht, die Geschichten der Anangu kennt und früh morgens einen Teil des Base Walk läuft, erlebt ihn meist intensiver als vom Parkplatz beim Sonnenuntergang.
Erfahrungsbericht: Mandy Mill, Mandys Abenteuerwelt
Anreise zum Uluru: Flug, Auto oder Tour?
Am schnellsten kommst du mit einem Direktflug nach Ayers Rock, am flexibelsten mit Mietwagen oder Camper ab Alice Springs. Die Strecke dorthin ist rund 465 km lang, für sie brauchst du ohne Pausen etwa fünf Stunden.
Mit dem Flugzeug nach Ayers Rock
Der Ayers Rock Airport liegt wenige Kilometer nördlich von Yulara, dem einzigen Ort in der Nähe des Uluru. Direktflüge gibt es unter anderem mit Qantas und Jetstar ab Sydney, Melbourne und Brisbane. Gäste des Ayers Rock Resort fahren mit einem kostenlosen Shuttle vom Flughafen zu ihrer Unterkunft.
Günstiger ist oft ein Flug nach Alice Springs mit anschließendem Mietwagen. Tipps zur Buchung findest du in unserem Beitrag zu Inlandsflügen in Australien.
Mit Mietwagen oder Camper ab Alice Springs
Von Alice Springs fährst du auf dem Stuart Highway nach Süden und biegst am Erldunda Roadhouse auf den Lasseter Highway nach Westen ab. Die Straßen sind durchgehend asphaltiert.

- Tanken: Volltanken in Alice Springs. Unterwegs gibt es Roadhouses in Erldunda und Curtin Springs, in Yulara ist Sprit deutlich teurer.
- Mount Conner: Etwa 100 km vor dem Uluru taucht ein riesiger Tafelberg auf. Viele halten ihn für den Uluru, auch Mandy ging es so.
- Tiere auf der Straße: Kängurus, Rinder und Kamele kreuzen vor allem in der Dämmerung. Fahr möglichst nur bei Tageslicht und prüfe die Bedingungen deines Mietvertrags.
- Kings Canyon: Viele kombinieren den Uluru mit dem Kings Canyon, rund 300 km entfernt. Plane dafür mindestens einen zusätzlichen Tag ein.
Aus Mandys Reise: Für die rund 440 km bis zu ihrem Rastplatz kurz vor Yulara brauchte Mandy mit zwei Pausen knapp sechs Stunden, an einem sehr heißen Septembertag. Unser Tipp: früh losfahren und mehr Wasser einpacken, als du für nötig hältst.
Einen Camper für das rote Zentrum kannst du hier bei uns anfragen. Mietwagen vergleichst du zum Beispiel bei Check24*. Ob Camper oder Mietwagen besser zu dir passt, klärt unser Vergleich Mietwagen oder Camper.
Mit einer organisierten Tour
Ab Alice Springs gibt es mehrtägige Touren, etwa mit AAT Kings, die oft Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon verbinden. Ab Yulara starten außerdem Tagesausflüge, Sonnenaufgangstouren und Shuttlebusse zu den Aussichtspunkten. Das lohnt sich vor allem, wenn du ohne eigenes Auto anreist.
Park Pass und Übernachten in Yulara
Für den Nationalpark brauchst du einen Park Pass, übernachten kannst du nur außerhalb in Yulara.
Was kostet der Eintritt am Uluru?
| Pass | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Erwachsene (ab 18), 3 Tage | 38 AUD | reicht für die meisten Reisen |
| Erwachsene (ab 18), Jahrespass | 50 AUD | lohnt sich, wenn du länger als drei Tage bleibst |
| Kinder und Jugendliche unter 18 | kostenlos |
Den Pass kaufst du am einfachsten vorab online bei Parks Australia und zeigst ihn ausgedruckt oder auf dem Handy an der Einfahrt. Alternativ kaufst du ihn direkt an der Einfahrtsstation. Er gilt nur für den Uluru-Kata Tjuta Nationalpark.
Der Park öffnet vor Sonnenaufgang und schließt nach Sonnenuntergang. Die genauen Zeiten wechseln je nach Monat und stehen auf der Website des Parks.
Wo übernachtet man am Uluru?
Im Nationalpark selbst darfst du nicht übernachten. Fast alle Unterkünfte gehören zum Ayers Rock Resort in Yulara, etwa 20 km vom Uluru und gut 50 km von Kata Tjuta entfernt. Nur das Luxuscamp Longitude 131° liegt separat am Rand des Ortes.
| Unterkunft | Art | Passt für |
|---|---|---|
| Ayers Rock Campground | Stellplätze, Zeltplätze, Cabins | Camper, Zelt, kleines Budget |
| Outback Hotel & Lodge | Zimmer und Schlafsäle | Backpacker, kleines Budget |
| The Lost Camel Hotel | kompaktes Hotel | Paare, mittleres Budget |
| Emu Walk Apartments | Apartments mit Küche | Familien, Selbstversorger |
| Desert Gardens Hotel | Hotel, teils mit Uluru-Blick | mittleres bis gehobenes Budget |
| Sails in the Desert | gehobenes Hotel | Komfort |
| Longitude 131° | Luxus-Zelte mit Blick auf den Uluru | besondere Anlässe |
In der Hauptsaison von Mai bis September und in den australischen Schulferien ist Yulara schnell ausgebucht. Buche deshalb früh, vor allem auf dem Campground.
Kostenlose Rastplätze gibt es am Lasseter Highway, sie liegen aber 25 km und mehr entfernt und haben kaum Ausstattung. Ob Übernachten dort erlaubt ist, steht vor Ort oder in Apps wie WikiCamps. Mehr Tipps findest du in unserem Beitrag zu Campingplätzen in Australien.
Uluru: der heilige Berg der Anangu
Der Uluru ist kein Aussichtsberg, sondern ein heiliger Ort der Anangu, der traditionellen Eigentümer des Landes. Er ragt 348 m aus der Ebene, sein Umfang beträgt rund 9,4 km, und ein großer Teil des Felsens liegt vermutlich unter der Erde.

Seit 1985 gehört das Land offiziell wieder den Anangu. Sie verwalten den Nationalpark gemeinsam mit Parks Australia. Die UNESCO führt ihn als Welterbe, sowohl wegen der Natur als auch wegen der Kultur.
Was bedeutet Tjukurpa?
Tjukurpa ist das Gesetz und die Schöpfungsgeschichte der Anangu. Sie erklärt, wie Ahnenwesen das Land geformt haben, und regelt bis heute das Zusammenleben. Viele Spuren am Uluru erzählen diese Geschichten, etwa die der Mala, der Hasenkängurus, oder den Kampf zwischen der Pythonfrau Kuniya und der Giftschlange Liru. Auf den Wanderungen begegnen dir Tafeln, die einen Teil davon erklären.
Warum darf man den Uluru nicht mehr besteigen?
Seit dem 26. Oktober 2019 ist das Klettern verboten. Die Anangu haben Besucher jahrzehntelang gebeten, auf den Aufstieg zu verzichten. Der Weg nach oben folgt einer heiligen Route der Mala-Männer.

Dazu kamen Sicherheit und Umwelt: Seit den 1950er-Jahren sind beim Aufstieg Dutzende Menschen ums Leben gekommen, und Abfall auf dem Felsen verschmutzte die Wasserlöcher. Respektiere das Verbot, auch an anderen Stellen gilt: auf den Wegen bleiben.
Starte im Kulturzentrum
Das Uluru-Kata Tjuta Kulturzentrum liegt wenige Minuten vom Felsen entfernt und ist kostenlos. Hier erfährst du, warum der Uluru so bedeutend ist, und kannst Kunst direkt von Anangu-Künstlern kaufen. Plane eine Stunde ein, am besten vor deiner ersten Wanderung. Im Kulturzentrum ist Fotografieren nicht erlaubt.

Wo darfst du nicht fotografieren?
Einige Abschnitte am Uluru sind heilige Stätten, die nur bestimmte Anangu sehen dürfen. Dort stehen Schilder, die Fotos und Videos verbieten. Der Base Walk führt trotzdem einmal komplett um den Felsen, gesperrt sind nur einzelne Bereiche.
Felsmalereien siehst du vor allem am Mala Walk und am Kuniya Walk beim Mutitjulu Waterhole. Fass die Malereien nicht an und halte dich an die Fotohinweise vor Ort.
Wanderungen am Uluru
Die wichtigsten Wege am Uluru sind flach und gut ausgeschildert. Wenn du nur einen läufst, nimm den Base Walk am frühen Morgen, dann siehst du den Felsen von allen Seiten.
| Wanderung | Länge | Dauer | Highlights |
|---|---|---|---|
| Base Walk | 10,6 km Rundweg | ca. 3,5 Std. | einmal komplett um den Uluru, Wasserlöcher, Höhlen |
| Mala Walk | 2 km hin und zurück | ca. 1,5 Std. | Felsmalereien, Kantju Gorge, kostenlose Ranger-Führung |
| Kuniya Walk | 1 km hin und zurück | ca. 45 Min. | Mutitjulu Waterhole, Geschichte von Kuniya und Liru |
Base Walk: einmal um den Uluru
Der Base Walk ist flach, aber lang und über weite Strecken ohne Schatten. Starte deshalb direkt nach Sonnenaufgang und rechne mit einem Liter Wasser pro Stunde. Du kannst auch nur einzelne Abschnitte laufen, etwa vom Mala-Parkplatz aus.
Alternativ umrundest du den Uluru mit dem Fahrrad. Räder kannst du am Kulturzentrum leihen.
Mala Walk mit Ranger
Auf dem Mala Walk erklären Ranger die Geschichte der Mala und zeigen dir Felsmalereien. Die Führung ist kostenlos, die Startzeit wechselt je nach Saison und steht im Kulturzentrum. Der Weg endet an der Kantju Gorge, einer steilen Felswand, an der nach Regen ein Wasserfall herabstürzt.
Kuniya Walk zum Mutitjulu Waterhole
Der kurze Kuniya Walk führt zu einem der wenigen dauerhaften Wasserlöcher am Uluru. Unterwegs siehst du Felsmalereien und Spuren aus dem Kampf zwischen Kuniya und Liru.
Aus Mandys Reise: Statt des Base Walk ist Mandy mit dem Camper die Ringstraße um den Uluru gefahren und hat den Kuniya Walk gemacht. Am Mutitjulu Waterhole war sie fast allein. Kurze Wege wie dieser sind oft ruhiger als die Aussichtspunkte.
Der Liru Walk verbindet das Kulturzentrum mit dem Uluru und eignet sich, wenn du zu Fuß vom Kulturzentrum starten willst.
Kata Tjuta: warum die Olgas oft mehr beeindrucken
Kata Tjuta liegt rund 50 km westlich des Uluru und besteht aus 36 Felskuppeln. Die höchste, Mount Olga, ragt 546 m aus der Ebene und ist damit fast 200 m höher als der Uluru. Der Name bedeutet „viele Köpfe“.

Auch Kata Tjuta ist ein heiliger Ort. Seine Geschichten gehören zum Wissen der Anangu-Männer und werden Besuchern nicht erzählt. Bleib deshalb auch hier auf den markierten Wegen.
| Wanderung | Länge | Dauer | Schwierigkeit |
|---|---|---|---|
| Valley of the Winds bis Karu Lookout | 2,2 km hin und zurück | ca. 1 Std. | mittel, loses Geröll |
| Valley of the Winds bis Karingana Lookout | 5,4 km hin und zurück | ca. 2,5 Std. | anspruchsvoll, viele Stufen |
| Valley of the Winds, ganzer Rundweg | 7,4 km | 3 bis 4 Std. | anspruchsvoll, steil und felsig |
| Walpa Gorge | 2,6 km hin und zurück | ca. 1 Std. | leicht |
Angaben zum Valley of the Winds laut Parks Australia.
Valley of the Winds: die schönste Wanderung im Park
Der Weg führt zwischen die Kuppeln, durch Flussbetten und über Felsstufen. Wenn du nur eine Wanderung im ganzen Nationalpark machst, dann diese. Schon der Karingana Lookout mit Blick in ein Tal zwischen den Felswänden lohnt sich.
Achtung Hitze: Sind 36 °C oder mehr vorhergesagt oder gemessen, wird der Weg ab 11 Uhr hinter dem Karu Lookout gesperrt. Bis zum Karu Lookout kannst du dann weiterhin laufen. Starte deshalb so früh wie möglich.

Aus Mandys Reise: Mandy ist bewusst morgens zuerst zu Kata Tjuta gefahren, weil die meisten Reisebusse dann am Uluru sind. Trotz großer Hitze war sie mit ihrem Partner fast allein unterwegs und lief bis zum Karingana Lookout. An einer Wasserstelle unterwegs kam ein Känguru zum Trinken. Das Wandern zwischen den Kuppeln fand sie fantastisch.
Walpa Gorge: kurz und leicht
Die Walpa Gorge ist eine Schlucht zwischen zwei der höchsten Kuppeln. Der Weg ist leicht und eignet sich auch für Familien oder als Ergänzung am Nachmittag, wenn das Valley of the Winds zu heiß ist.
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang am Uluru
Der schönste Moment für viele ist der Sonnenaufgang am Talinguru Nyakunytjaku, weil du dort Uluru und Kata Tjuta gleichzeitig siehst. Zum Sonnenuntergang fahren die meisten zur Sunset Viewing Area am Uluru.
| Aussichtspunkt | Wann | Blick auf | Tipp |
|---|---|---|---|
| Talinguru Nyakunytjaku | Sonnenaufgang | Uluru und Kata Tjuta | 30 Minuten vor Sonnenaufgang da sein |
| Uluru Sunset Viewing Area | Sonnenuntergang | Uluru | getrennte Bereiche für Autos und Busse, früh einen Platz suchen |
| Kata Tjuta Dune Viewing Area | Sonnenaufgang | Kata Tjuta, in der Ferne der Uluru | ruhiger als am Uluru |
| Kata Tjuta Sunset Viewing Area | Sonnenuntergang | Kata Tjuta | gute Alternative, wenn es am Uluru voll ist |
Was du beim Sonnenuntergang erwarten kannst
Beim Sonnenuntergang am Uluru geht die Sonne hinter dir unter, nicht hinter dem Felsen. Das ist kein schlecht gewählter Platz: Das Besondere ist, wie die tief stehende Sonne den Uluru anstrahlt.
In wenigen Minuten wechselt er dann von Orange zu leuchtendem Rot und schließlich zu dunklem Violett. Der Grund ist Eisen im Gestein, das an der Oberfläche rostet. Nach Regen sieht der Uluru dagegen silbrig-grau aus, und Wasserfälle stürzen an seinen Flanken herab, ein seltener Anblick.

Field of Light und weitere Erlebnisse
Das bekannteste Erlebnis neben den Wanderungen ist das Field of Light, eine Lichtinstallation mit rund 50.000 leuchtenden Lichtstielen auf einer Fläche von etwa sieben Fußballfeldern.
Field of Light
Der britische Künstler Bruce Munro hat das Field of Light 2016 am Uluru aufgebaut, eigentlich nur für kurze Zeit. Im April 2026 feierte es sein zehnjähriges Bestehen. Die Lichter werden mit Solarstrom betrieben und leuchten nach Einbruch der Dunkelheit in wechselnden Farben. Du läufst auf Wegen mitten hindurch, im Hintergrund zeichnet sich der Uluru ab.
Tickets gibt es in mehreren Varianten, vom einfachen Star Pass bis zum Field of Light Dinner unter dem Sternenhimmel. Buchen kannst du sie beim Ayers Rock Resort. In der Hauptsaison solltest du früh buchen.
Weitere Erlebnisse am Uluru
- Wintjiri Wiru: Eine Drohnen- und Lichtshow am Abend, die eine Geschichte der Anangu erzählt.
- Sternenhimmel: Fern jeder Stadt ist der Himmel außergewöhnlich klar. In Yulara gibt es geführte Sternentouren.
- Rundflug: Mit Helikopter oder Kleinflugzeug siehst du Uluru und Kata Tjuta von oben. Das ist teuer, zeigt dir aber, wie weit und leer die Wüste rundherum ist.
- Kamelritt: Bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang durch die Dünen rund um Yulara.
- Kings Canyon: Der Rim Walk im Watarrka Nationalpark ist eine der schönsten Wanderungen im roten Zentrum und lässt sich gut mit dem Uluru verbinden.
Beste Reisezeit für den Uluru
Die beste Reisezeit für den Uluru ist von Mai bis September, am angenehmsten sind Mai und September. Dann sind die Tage warm statt heiß, und es gibt deutlich weniger Fliegen.
| Jahreszeit | Tagsüber | Nachts | Fliegen | Besucher |
|---|---|---|---|---|
| Herbst (März bis Mai) | ca. 25 bis 33 °C | ca. 10 bis 18 °C | im März viele, im Mai wenige | mittel, zu Ostern viele |
| Winter (Juni bis August) | ca. 19 bis 22 °C | ca. 3 bis 6 °C, Frost möglich | kaum | sehr viele, vor allem im Juli |
| Frühling (September bis November) | ca. 26 bis 35 °C | ca. 11 bis 18 °C | nehmen ab Oktober deutlich zu | im September viele |
| Sommer (Dezember bis Februar) | ca. 35 bis 40 °C und mehr | ca. 20 bis 22 °C | sehr viele | wenige |
Gerundete Durchschnittswerte für Yulara, einzelne Tage können deutlich abweichen.
Was die Jahreszeiten für deine Reise bedeuten
- Winter: Ideal zum Wandern, aber die Nächte sind kalt. Im Camper oder Zelt brauchst du einen warmen Schlafsack. Unterkünfte sind teuer und schnell ausgebucht.
- Sommer: Ab dem späten Vormittag ist es zu heiß für längere Wanderungen, und das Valley of the Winds wird oft teilweise gesperrt. Dafür ist es leerer, und mit etwas Glück erlebst du ein Gewitter mit Wasserfällen am Uluru.
- Fliegen: Von Oktober bis März sind die Buschfliegen sehr lästig. Ein Fliegennetz für den Kopf kostet wenige Dollar und rettet deinen Tag.
Mehr zum Wetter in ganz Australien findest du in unserem Beitrag zum Klima in Australien, was du einpacken solltest in unserer Packliste für Australien.
Wie viele Tage brauchst du am Uluru?
Mit zwei vollen Tagen siehst du das Wichtigste, mit drei Tagen reist du entspannt. So könnte dein Plan aussehen:
| Tag | Morgens | Nachmittags | Abends |
|---|---|---|---|
| Tag 1 | Anreise nach Yulara | Kulturzentrum und Kuniya Walk | Sonnenuntergang am Uluru |
| Tag 2 | Sonnenaufgang am Talinguru Nyakunytjaku, danach Base Walk | Pause in Yulara, Mala Walk mit Ranger | Field of Light |
| Tag 3 | Sonnenaufgang an Kata Tjuta, danach Valley of the Winds | Walpa Gorge | Weiterfahrt zum Kings Canyon oder Abflug |
Hast du nur einen Tag, kombiniere den Sonnenaufgang an Kata Tjuta mit dem Valley of the Winds und fahre am Nachmittag zum Uluru.
Praktische Tipps für deinen Besuch
- Wasser: Nimm auf Wanderungen mindestens einen Liter pro Stunde mit. Wasserstellen gibt es nur an wenigen Parkplätzen.
- Früh starten: Die Morgenstunden sind kühler, ruhiger und das Licht ist am schönsten.
- Einkaufen und Tanken: In Yulara gibt es einen Supermarkt und eine Tankstelle, beides ist teurer als in Alice Springs.
- Handyempfang: In Yulara und am Uluru hast du meist Netz, am besten mit Telstra. Auf der Strecke von Alice Springs gibt es lange Funklöcher. Welche SIM-Karte sich eignet, liest du in unserem Beitrag zur SIM-Karte für Australien.
- Offline-Karten: Lade die Region vorher in Google Maps herunter.
- Tiere: Schlangen siehst du selten. Bleib trotzdem auf den Wegen und greif nicht ins Gebüsch. Mehr dazu in unserem Beitrag über giftige Tiere in Australien.
- Respekt: Halte dich an Foto- und Betretungsverbote und nimm keine Steine oder Sand als Andenken mit.
Fazit: So lohnt sich dein Besuch am Uluru
Der Uluru lohnt sich, wenn du ihn nicht nur vom Parkplatz beim Sonnenuntergang erlebst. Plane zwei bis drei Tage ein, reise zwischen Mai und September und kauf den Park Pass vorab online.
Starte im Kulturzentrum, lauf früh morgens um den Felsen und gib Kata Tjuta mindestens genauso viel Zeit. Wie Mandys Erfahrung zeigt, sind es oft die stillen Momente im Valley of the Winds oder am Mutitjulu Waterhole, die von der Reise bleiben.
Du planst einen größeren Roadtrip durchs rote Zentrum? Weitere Ziele findest du in unserem Überblick zum Northern Territory, Routenideen in unserem Beitrag zum Roadtrip durch Australien und ein Gefühl für die Strecken in Australien – das Land der unterschätzten Weiten.
Häufige Fragen zum Uluru
Wie hoch ist der Uluru? Der Uluru ragt 348 m aus der umliegenden Ebene und liegt mit seinem Gipfel 863 m über dem Meeresspiegel. Sein Umfang beträgt rund 9,4 km.
Darf man den Uluru besteigen? Nein. Seit dem 26. Oktober 2019 ist das Klettern verboten, auf Wunsch der Anangu, für die der Felsen heilig ist.
Was kostet der Eintritt am Uluru? Der Park Pass kostet für Erwachsene 38 AUD für drei Tage oder 50 AUD für ein Jahr. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen nichts.
Wie viele Tage braucht man für den Uluru? Zwei volle Tage reichen für das Wichtigste. Mit drei Tagen hast du Zeit für Base Walk, Valley of the Winds und das Field of Light.
Wann ist die beste Reisezeit für den Uluru? Von Mai bis September. Im Sommer wird es tagsüber oft über 40 °C heiß, und einige Wege werden ab 11 Uhr gesperrt.
Wie weit ist der Uluru von Alice Springs entfernt? Rund 465 km. Mit dem Auto brauchst du ohne Pausen etwa fünf Stunden.
Lohnt sich Kata Tjuta? Unbedingt. Viele Besucher finden die Olgas mit dem Valley of the Winds sogar eindrucksvoller als den Uluru selbst.
Kann man im Nationalpark übernachten? Nein. Alle Unterkünfte und der Campingplatz liegen in Yulara, rund 20 km vom Uluru entfernt.
Warum heißt der Uluru auch Ayers Rock? Der Entdecker William Gosse benannte ihn 1873 nach Henry Ayers, dem damaligen Regierungschef von South Australia. Seit 2002 lautet der offizielle Doppelname Uluru / Ayers Rock, mit dem Namen der Anangu an erster Stelle.
Gibt es am Uluru Handyempfang? In Yulara und am Uluru meist ja, vor allem im Telstra-Netz. An Kata Tjuta und auf der Strecke von Alice Springs gibt es längere Funklöcher.
Warst du schon einmal im Outback oder beim Uluru? Wie hat es dir gefallen? Schreib es gerne in die Kommentare oder berichte uns in unsere Facebookgruppe von deiner Reise!
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Wir sind seit 2012 12-mal in Australien gereist, insgesamt über 25 Monate und 25.000 km, meist im Camper. Besonders gut kennen wir die Westküste von Perth bis Exmouth und die Ostküste von Cairns bis Adelaide. Mit Australien Guide helfen wir seit 2017, die eigene Reise zu planen. Mehr über uns →
