
Die Westküste ist die Ecke Australiens, die uns nicht mehr loslässt.
Unsere erste Australien-Reise führte uns an die Westküste – und genau dort hat uns das Australien-Fieber endgültig erwischt. Seitdem sind wir die Küste bis nach Exmouth hochgefahren, haben den Südwesten auf mehreren Reisen erkundet und mehrere Monate in Perth gelebt.
Was Australiens Westküste so besonders macht, merkst du spätestens zwei Stunden nördlich von Perth: Die Orte werden kleiner, die Abstände größer, und irgendwann stehst du an einem kilometerlangen Strand und bist weit und breit allein. Dazu kommen Delfine, rote Schluchten, Kalksteinsäulen in der Wüste und ein Riff, das du direkt vom Strand aus erschnorcheln kannst.
Die Kehrseite: Die Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander. Von Perth bis Exmouth sind es rund 1.250 Kilometer – ohne einen einzigen Umweg. Wer das unterschätzt, verbringt seinen Urlaub vor allem hinter dem Lenkrad.
In diesem Guide findest du deshalb nicht nur die schönsten Sehenswürdigkeiten an der Westküste, sondern auch, wie du sie sinnvoll miteinander verbindest: nach Regionen sortiert, mit Entfernungen, Routen für eine bis sechs Wochen, der passenden Reisezeit und den Dingen, die wir heute anders planen würden.
Die klassische Route an der Westküste Australiens führt von Perth über die Pinnacles, Kalbarri und die Shark Bay bis nach Coral Bay und Exmouth am Ningaloo Reef. Plane dafür mindestens drei Wochen ein und reise am besten zwischen April und Oktober. Für die Hauptstrecke reicht ein normaler Camper oder Mietwagen.
Die Westküste Australiens auf einen Blick
Wenn wir in diesem Guide von der Westküste sprechen, meinen wir die Küste von Western Australia zwischen Margaret River im Süden und Exmouth im Norden. Dazu kommt ein Ausblick auf Karijini, Broome und die Kimberley. Albany und Esperance gehören streng genommen schon zur Südküste – die findest du in unserem Südwesten-Roadtrip.
- Klassische Strecke: Perth → Exmouth, rund 1.250 km in eine Richtung, ohne Abstecher
- Reisedauer: 2 Wochen bis Kalbarri und Shark Bay, 3 bis 4 Wochen bis Exmouth, 5 bis 6 Wochen bis Broome
- Beste Reisezeit: April bis Oktober für den Norden ab Kalbarri, März bis Mai und September bis November für Perth und den Südwesten
- Fahrzeug: Für die Hauptstrecke reicht ein normaler Camper oder Mietwagen. Einen 4WD brauchst du nur für einzelne Abstecher, zum Beispiel in den François Peron Nationalpark.
- Start und Ende: Perth hat den einzigen großen internationalen Flughafen an der Westküste. Von Exmouth kommst du mit dem Flugzeug ab Learmonth in rund zwei Stunden zurück nach Perth.
- Größte Herausforderung: die Entfernungen. Zwischen den Highlights liegen oft 200 bis 300 Kilometer, und je weiter du nach Norden kommst, desto weniger Orte gibt es dazwischen.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten an Australiens Westküste
Wir haben die Sehenswürdigkeiten nicht als Rangliste sortiert, sondern so, wie du ihnen auf einem Roadtrip begegnest: von Süden nach Norden. Zu jeder Region findest du die Entfernung ab Perth, wie viel Zeit wir einplanen würden und was wir dort auf keinen Fall auslassen würden.
Südwesten: Margaret River und der Leeuwin-Naturaliste Nationalpark
Entfernung ab Perth: rund 280 km bis Margaret River · Empfohlene Zeit: 3 bis 4 Tage

Margaret River kennen die meisten wegen der Weingüter. Uns hat die Region aber aus einem anderen Grund gepackt: der Leeuwin-Naturaliste Nationalpark. Er zieht sich von Cape Naturaliste bis Cape Leeuwin an der Küste entlang – Klippen, Aussichtspunkte, Höhlen und immer wieder kleine Buchten, zu denen du kurz hinunterlaufen kannst. Wir sind einfach die Küste entlanggefahren und haben angehalten, wo es interessant aussah. Das war ziemlich oft der Fall.
Etwas weiter im Landesinneren führt die Caves Road durch den Boranup Forest. Dort stehen Karri-Bäume, die teilweise über 50 Meter hoch werden – ein schöner Kontrast zur rauen Küste.
Eine Korrektur in eigener Sache: Früher stand hier, dass du für den Park einen 4WD brauchst. Das stimmt nicht. Die Caves Road und die Zufahrten zu den bekannten Aussichtspunkten und Leuchttürmen sind asphaltiert. Nur einzelne Sandpisten sind Allradfahrzeugen vorbehalten, und die sind vor Ort ausgeschildert.
Der Stopp, den wir hier nie auslassen würden, ist Hamelin Bay. Du stehst knietief im Wasser, und plötzlich gleitet ein riesiger Rochen seelenruhig an dir vorbei – ganz ohne Boot oder Schnorchel. Die Tiere halten sich oft in der Nähe der Bootsrampe auf. Sie sind wild und geschützt: nicht füttern, nicht anfassen, einfach stehen bleiben und sie kommen lassen. Eine Garantie gibt es nicht, aber bei ruhigem Wasser stehen die Chancen gut, und früh am Morgen ist es deutlich ruhiger als an einem sonnigen Nachmittag.
Unser Tipp: Wenn du Western Australia erleben möchtest, aber nur zwei bis drei Wochen Zeit hast, ist der Südwesten oft die bessere Wahl als der lange Weg nach Norden. Die Sehenswürdigkeiten liegen dichter beieinander, und du kannst die Strecke als Rundreise ab Perth fahren. Die komplette Route mit Etappen und Fahrzeiten findest du hier:
→ Südwesten Australien Roadtrip: Unsere 3-Wochen-Route ab Perth
Perth und Umgebung: Rottnest Island, Kings Park und Yanchep Nationalpark
Empfohlene Zeit: 3 bis 4 Tage, inklusive Rottnest Island

Normalerweise sind wir keine Stadtmenschen. Perth ist die Ausnahme. Wir haben hier mehrere Monate gelebt, und es ist bis heute unsere Lieblingsstadt in Australien: entspannt, sonnig und mit Stränden, die direkt vor der Haustür liegen.

Für den Start in einen Westküsten-Roadtrip lohnen sich vor allem diese Stopps:
- Kings Park: einer der größten innerstädtischen Parks der Welt, mit dem schönsten Blick auf die Skyline und den Swan River.
- Fremantle: Markthallen, Hafenatmosphäre und Fish & Chips am Wasser. Von hier legen auch die meisten Fähren nach Rottnest Island ab.
- Rottnest Island: keine privaten Autos, dafür Traumbuchten, Radwege und die Quokkas. Die Überfahrt ab Fremantle dauert nur rund eine halbe Stunde. Leih dir auf der Insel ein Fahrrad und halte, wo es dir gefällt – unser Lieblingsstrand ist die Parakeet Bay. Plane einen ganzen Tag ein und buche die Fähre vorher, besonders am Wochenende. Die Quokkas sind neugierig, dürfen aber weder gefüttert noch angefasst werden.
- Yanchep Nationalpark: knapp eine Stunde nördlich und der zuverlässigste Ort rund um Perth, um Koalas zu sehen – obwohl sie in Western Australia von Natur aus gar nicht vorkommen. Wir wollten eigentlich nur kurz zu den Koalas und sind dann den ganzen Tag geblieben: mit einer Wanderung durchs Buschland, Kakadus über uns und einem BBQ zwischen Kängurus. Der Park liegt direkt auf dem Weg nach Norden.
Unser Tipp: Übernimm Camper oder Mietwagen nicht am Ankunftstag. Nach dem langen Flug bist du müde, und die erste Fahrt im Linksverkehr klappt ausgeschlafen deutlich entspannter. Nutze die ersten Tage für die Stadt und Rottnest – dafür brauchst du kein Fahrzeug.
→ Perth – unsere Lieblingsstadt in Australien
→ Rottnest Island: unser Erfahrungsbericht
→ Yanchep Nationalpark: Koalas, Kängurus und Wanderwege
Turquoise Coast: Lancelin, die Pinnacles und Jurien Bay
Entfernung ab Perth: rund 130 km bis Lancelin, 200 km bis zu den Pinnacles · Empfohlene Zeit: 1 bis 2 Tage

Nördlich von Perth führt der Indian Ocean Drive dicht an der Küste entlang. Hier merkst du zum ersten Mal, wie schnell es an der Westküste leer wird.
Lancelin ist für seine riesigen, schneeweißen Sanddünen bekannt. Der Zugang ist kostenlos, Sandboards kannst du im Ort leihen. Mit dem Fahrzeug in die Dünen darfst du allerdings nur mit einem 4WD – und die meisten Vermieter erlauben normalen Mietwagen keine Fahrten abseits der Straße. Alternativ fahren geführte Touren mit einem Allradbus hinein.

Das eigentliche Highlight dieser Region sind die Pinnacles im Nambung Nationalpark. Tausende Kalksteinsäulen ragen hier aus dem gelben Sand – manche kaum kniehoch, andere mehrere Meter. Einige erinnern an Grabsteine, andere an versteinerte Figuren. Ein Rundkurs von gut vier Kilometern führt auf festem Sand durch die Säulen und ist mit einem normalen Mietwagen problemlos machbar. Für größere Wohnmobile und Gespanne gelten Einschränkungen. Die parkst du dann am Besucherzentrum und läufst den kurzen Wanderweg direkt zwischen den Formationen hindurch. Für den Park fällt Eintritt an.

Etwas weiter nördlich liegt Jurien Bay. Von hier starten Bootstouren, bei denen du mit wilden Seelöwen schnorcheln kannst.
Unser Tipp: Übernachte in Cervantes, dem kleinen Ort direkt neben dem Nationalpark. Dann kannst du die Pinnacles zum Sonnenuntergang oder früh am Morgen besuchen. Die langen Schatten machen die Landschaft noch einmal deutlich spektakulärer, und mittags wird es zwischen den Säulen schnell heiß. Für den Besuch selbst reichen ein bis zwei Stunden.
Geraldton und Kalbarri: schiefe Bäume, pinker See und rote Schluchten
Entfernung ab Perth: rund 415 km bis Geraldton, rund 580 km bis Kalbarri · Empfohlene Zeit: 2 bis 3 Tage in Kalbarri

Kurz vor Geraldton stehen am Brand Highway bei Greenough die Leaning Trees: Eukalyptusbäume, die der salzige Wind vom Indischen Ozean so flach gedrückt hat, dass ihre Kronen fast den Boden berühren. Einen großen Umweg würden wir dafür nicht machen, aber rund 20 Kilometer südlich von Geraldton gibt es einen eigenen Parkplatz für den kurzen Fotostopp. Geraldton selbst ist die letzte größere Stadt für sehr lange Zeit – ein guter Ort, um Vorräte aufzufüllen.

Auf dem Weg nach Kalbarri liegt bei Port Gregory die Hutt Lagoon, ein Salzsee, der je nach Licht rosa bis violett leuchtet. Die Farbe hängt stark vom Wetter ab: Bei Sonne und hohem Sonnenstand ist sie am kräftigsten.
Der Kalbarri Nationalpark gehört für uns zu den schönsten Nationalparks an der ganzen Westküste. Beim ersten Besuch blieb es bei einem kurzen Stopp am Nature’s Window. Auf einer späteren Reise haben wir uns deshalb gleich fünf Tage genommen – und das war die richtige Entscheidung. Der Murchison River hat hier eine rund 80 Kilometer lange Schlucht in den rot-weiß gestreiften Sandstein geschnitten, und an der Küste fallen rote Klippen direkt in den Indischen Ozean ab. Die bekanntesten Stopps:
- Nature’s Window: der berühmte Felsbogen, durch den du wie durch ein Fenster auf den Fluss schaust. Vom Parkplatz ist es nur ein kurzer Fußweg.
- Kalbarri Skywalk: zwei Aussichtsplattformen, die seit 2020 weit über den Rand der Schlucht hinausragen. Gut 100 Meter unter dir schlängelt sich der Fluss durch die Felsen.
- Z Bend und The Loop: Aussichtspunkte und Wanderwege hinunter zum Fluss. Der Loop Trail ist rund neun Kilometer lang und anspruchsvoll.
- Die Küstenklippen südlich des Ortes, etwa Island Rock und Natural Bridge, an denen die Steilküste direkt ins Meer abfällt.
Nicht jede Wanderung hat uns überzeugt: Den Bigurda Trail an der Küste haben wir nach vier Kilometern durch tiefen Sand und mit unzähligen Fliegen im Gesicht abgebrochen. Die Wege durch die Schluchten entlang des Murchison River sind uns dagegen bis heute in Erinnerung geblieben.
Für die Schluchten im Inland fällt Parkeintritt an. Zwischen Ende Juli und Anfang Oktober blühen im Park außerdem die Wildblumen.
Unser Tipp: Plane die Schluchten für den frühen Morgen. In der Schlucht wird es deutlich heißer als im Ort, und von November bis März ist der Loop Trail ab 7 Uhr morgens gesperrt. Rechne außerdem mit Fliegen: An der Küste haben sie uns kaum gestört, in den Schluchten dagegen schon. Ein Kopfnetz wiegt nichts und rettet dir die Wanderung.
Welche Wanderungen sich lohnen und welche wir eher auslassen würden, liest du in unserem Guide Kalbarri Nationalpark: Wandern abseits des Nature’s Window. Alles zum bekanntesten Fotomotiv des Parks findest du im Beitrag Nature’s Window im Kalbarri Nationalpark.
Shark Bay: Delfine, Muschelstrand und Stromatolithen
Entfernung ab Perth: rund 830 km bis Denham, 850 km bis Monkey Mia · Empfohlene Zeit: 3 bis 4 Tage

Die Shark Bay ist seit 1991 UNESCO-Weltnaturerbe – und das merkst du an jeder Ecke. Rote Dünen treffen auf türkisfarbenes Wasser, und in den flachen Buchten leben Delfine, Rochen, Haie, Schildkröten und Dugongs.
Wichtig für die Planung: Die Shark Bay liegt nicht am Highway. Ab dem Overlander Roadhouse führt eine Stichstraße auf die Halbinsel hinaus, und auf dem Rückweg fährst du dieselbe Strecke wieder zurück. Die Stopps reihen sich dafür wie auf einer Perlenkette aneinander:
Hamelin Pool ist einer von nur zwei Orten weltweit, an denen lebende Stromatolithen im Meer wachsen. Diese Strukturen aus Mikroorganismen gehören zu den ältesten Lebensformen der Erde: Die ältesten versteinerten Stromatolithen sind rund 3,5 Milliarden Jahre alt, die Exemplare in Hamelin Pool selbst sind deutlich jünger. Klingt erst einmal unspektakulär – aber wenn du davorstehst und überlegst, wie weit ihre Geschichte zurückreicht, ist das ziemlich faszinierend. Weniger begeistert waren wir von den Fliegen, die uns im Sommer offenbar genauso spannend fanden wie wir die Stromatolithen.

Aktueller Stand (Oktober 2026): Der alte Steg wurde 2021 von Zyklon Seroja zerstört. Seit Juli 2026 wird ein neuer, rund 260 Meter langer Steg gebaut, die Arbeiten sollen etwa elf Monate dauern. Bis dahin siehst du die Stromatolithen nur von einem Zaun aus – am besten bei Ebbe und mit Fernglas. Der 1,4 Kilometer lange Boolagoorda Trail zur alten Telegrafenstation ist weiter geöffnet. Die Stromatolithen dürfen nicht betreten werden, Schwimmen und Schnorcheln sind im Schutzgebiet verboten. Den aktuellen Stand findest du bei der Nationalparkverwaltung DBCA.
Shell Beach besteht nicht aus Sand, sondern aus Milliarden winziger weißer Muscheln – auf einem rund 60 Kilometer langen Küstenabschnitt. Als wir ankamen, mussten wir tatsächlich zweimal hinschauen. Kurzer Stopp, aber ein ziemlich einmaliges Gefühl unter den Füßen.

Eagle Bluff liegt rund 20 Kilometer südlich von Denham. Von einem kurzen Steg hoch über der Bucht schaust du ins glasklare, flache Wasser – mit etwas Glück auf Haie, Rochen, Schildkröten und sogar Dugongs. Wir haben hier nach unserem Morgen in Monkey Mia gefrühstückt und auf dem Weg noch Emus entdeckt.
Monkey Mia ist bekannt für die wilden Delfine, die morgens bis ans Ufer kommen. Ehrlich gesagt waren wir vorher skeptisch: Delfine, die unter Aufsicht von Rangern Fisch bekommen – das klang ziemlich touristisch. Dann standen wir kurz vor acht am Strand, und die Delfine schwammen so nah heran, dass wir ihnen direkt in die Augen schauen konnten. Ja, das Ganze ist eine große Touristenattraktion mit eigenem Eintritt, der normale Park Pass gilt hier nicht. Trotzdem war es für uns ein besonderes Erlebnis. Feste Zeiten gibt es nicht: Die Delfine kommen, wann sie wollen, meist zwischen 7:45 und 12 Uhr bis zu dreimal. An seltenen Tagen bleiben sie ganz weg. Füttern darfst du sie nur unter Anleitung der Ranger.

Als Basis eignet sich Denham. Von dort sind es nur rund 25 Kilometer bis Monkey Mia, sodass du morgens ohne lange Anfahrt am Strand bist.
Der François Peron Nationalpark ganz im Norden der Halbinsel war für uns der Ort, an dem wir den 4WD tatsächlich gebraucht haben. Bis zur alten Farmstation, dem Peron Heritage Precinct, kommst du mit jedem Fahrzeug. Danach geht es nur mit einem geländegängigen Allradfahrzeug weiter, und vorher wird an einer Station Luft aus den Reifen gelassen. Ganz oben am Cape Peron treffen rote Dünen auf weiße Strände und türkisfarbenes Wasser – eine der spektakulärsten Farbkombinationen, die wir in Australien gesehen haben. Ohne eigenen 4WD kommst du mit geführten Touren ab Denham oder Monkey Mia hin.
Unser Tipp: Sei in Monkey Mia schon um 7:45 Uhr am Strand. Und nimm dir für Hamelin Pool im Sommer etwas gegen Fliegen mit – dort ist es in der heißen Jahreszeit extrem.
Ob sich Monkey Mia trotz des Trubels lohnt, liest du in unserem ausführlichen Erfahrungsbericht: Delfine in Monkey Mia – Top oder Flop?
Ningaloo Reef: Coral Bay, Exmouth und der Cape Range Nationalpark
Entfernung ab Perth: rund 1.130 km bis Coral Bay, 1.250 km bis Exmouth · Empfohlene Zeit: 5 bis 7 Tage

Für viele ist das der Grund, überhaupt so weit nach Norden zu fahren. Und das zu Recht. Das Ningaloo Reef ist eines der größten küstennahen Korallenriffe der Welt und liegt so nah am Ufer, dass du an vielen Stellen einfach vom Strand aus losschnorcheln kannst – ganz ohne Boot. Für uns als begeisterte Schnorchler und Taucher war das der Höhepunkt der ganzen Reise.
Coral Bay ist ein winziger Ort mit einem Traumstrand. Große Supermärkte oder Nachtleben suchst du hier vergeblich, dafür beginnen die Korallen an der Bill’s Bay nur wenige Meter vom Ufer entfernt. Deshalb ist Coral Bay der einfachste Einstieg ins Schnorcheln am Ningaloo Reef. Schnorchelausrüstung kannst du im Ort leihen. Bekannt ist Coral Bay außerdem für Mantarochen, die du hier das ganze Jahr über auf Bootstouren sehen kannst. Unterkünfte und Campingplätze sind begrenzt, buche in der Hauptsaison also rechtzeitig.

Exmouth ist der Ausgangspunkt für den Cape Range Nationalpark und die meisten Bootstouren. Nördlich des Ortes liegt bei Point Murat der Navy Pier, einer der bekanntesten Tauchplätze Australiens. Weil er auf Militärgelände liegt, darfst du dort nur mit einem lizenzierten Tauchanbieter tauchen, und vorher geht es durch eine Sicherheitskontrolle. Wir waren dort unten und haben noch nie so viele Fische auf einem Haufen gesehen – dazu ein Wobbegong, Riffhaie, ein riesiger Barsch und beim zweiten Tauchgang eine große Meeresschildkröte.
Aktueller Hinweis (Oktober 2026): Der Navy Pier ist wegen umfangreicher Wartungsarbeiten derzeit für Tauchgänge gesperrt. Einen Termin für die Wiedereröffnung gibt es noch nicht. Den aktuellen Stand findest du bei Dive Ningaloo.

Der Cape Range Nationalpark ist für uns ein absolutes Muss für alle Wasserfans. Auf der einen Seite rote Schluchten, auf der anderen ein Strand schöner als der nächste:
- Turquoise Bay: einer der schönsten Strände Australiens. Du steigst am südlichen Ende ins Wasser und lässt dich von der Strömung über das Riff treiben. Die Strömung kann stark sein: Schnorchle hier nur, wenn du sicher schwimmst, und steig rechtzeitig vor der Sandbank am nördlichen Ende wieder aus.
- Oyster Stacks: einer der artenreichsten Schnorchelplätze am Ningaloo. Wir hatten schon nach wenigen Metern Papageifische, Wimpelfische und einen Anemonenfisch vor der Maske. Das Riff liegt aber so flach, dass du nur bei Flut ab etwa 1,2 Metern hineingehen solltest. Die aktuellen Gezeiten bekommst du im Milyering Discovery Centre. Badeschuhe helfen, weil der Einstieg über scharfkantige Felsen führt.
- Lakeside: Hier sind wir einem wunderschönen Blaupunktrochen begegnet – und haben die Strömung unterschätzt. Erst beim Auftauchen haben wir gemerkt, wie weit wir schon abgetrieben waren. Schau dir die Bedingungen vorher genau an.
- Yardie Creek: eine rote Schlucht ganz im Süden des Parks, die du zu Fuß oder bei einer kurzen Bootstour erkunden kannst.
- Vlamingh Head Lighthouse: der Platz für den Sonnenuntergang über dem Ozean.
Für den Nationalpark fällt Eintritt an, und die Campingplätze direkt am Strand musst du in der Regel vorab buchen. In der Hauptsaison sind sie schnell ausgebucht, reserviere also, sobald deine Daten stehen. Und ganz grundsätzlich: Geh am Ningaloo Reef nie allein schnorcheln.
Walhaie: Etwa von Mitte März bis Juli kommen die größten Fische der Welt an das Ningaloo Reef. Touren, bei denen du mit ihnen schnorchelst, starten in Exmouth und Coral Bay. Wenn dir das wichtig ist, solltest du deine komplette Westküsten-Route um dieses Zeitfenster herum planen.
Unser Tipp: Nimm dir hier mehr Zeit als überall sonst auf der Strecke. Du bist über 1.000 Kilometer gefahren, um an dieses Riff zu kommen – plane deshalb mindestens fünf Tage ein, damit dir ein windiger Tag nicht das Schnorcheln verdirbt.
→ Cape Range Nationalpark – ein Schnorchel- und Strandparadies
→ Strände in Australien – unsere 11 Geheimtipps
Weiter nach Norden: Karijini, Broome und die Kimberley
Entfernung ab Perth: rund 1.400 km bis Karijini, rund 2.240 km bis Broome auf direktem Weg · Empfohlene Zeit:mindestens 2 zusätzliche Wochen
Nördlich von Exmouth beginnt ein anderes Australien. Die Abstände zwischen den Orten werden noch größer, die Landschaft wird roter, und ab Broome bestimmt das tropische Klima mit Trocken- und Regenzeit die Reiseplanung. Ehrlicherweise: Diesen Abschnitt sind wir selbst noch nicht gefahren. Die folgenden Infos stammen aus unserer Recherche, nicht aus eigener Erfahrung.
Der Karijini Nationalpark liegt im Landesinneren der Pilbara, von Exmouth sind es rund 650 Kilometer. Er ist berühmt für tiefe Schluchten, Wasserfälle und natürliche Pools, in denen du baden kannst. Eine gute Nachricht für alle ohne Allrad: Die Straßen zwischen Dales Gorge, Weano Gorge und dem Karijini Eco Retreat sind inzwischen asphaltiert. Nur einzelne Zufahrten, etwa zur Hamersley Gorge, sind noch Schotter.
Broome ist das Tor zur Kimberley, bekannt für den Cable Beach und Sonnenuntergänge über dem Indischen Ozean. Die Strecke von Perth nach Broome entlang der Küste kommt mit allen Abstechern schnell auf über 3.000 Kilometer.
Die Kimberley mit der Gibb River Road ist dann echtes 4WD-Terrain und nur in der Trockenzeit befahrbar, typischerweise etwa von April oder Mai bis Oktober. Die genauen Termine schwanken von Jahr zu Jahr. Prüfe den Straßenzustand deshalb immer kurz vor der Reise auf der Travel Map von Main Roads Western Australia.
Unser Tipp: Hänge den Norden nicht als Verlängerung an eine Route bis Exmouth an, wenn deine Zeit ohnehin knapp ist. Perth bis Broome ist eine eigene Reise mit eigener Reisezeit. Wenn du nicht zurückfahren möchtest, lohnt sich ein Einwegfahrzeug mit Rückgabe in Broome und ein Rückflug nach Perth.
Entfernungen an der Westküste Australiens: So weit ist es ab Perth
Diese Tabelle hilft dir, ein Gefühl für die Dimensionen zu bekommen. Die Werte sind gerundet und gelten für die direkte Strecke ab Perth – ohne Abstecher.
| Ziel | Region | Entfernung ab Perth |
| Margaret River | Südwesten | ca. 280 km |
| Lancelin | Turquoise Coast | ca. 130 km |
| Pinnacles / Cervantes | Turquoise Coast | ca. 200 km |
| Jurien Bay | Turquoise Coast | ca. 220 km |
| Geraldton | Mid West | ca. 415 km |
| Hutt Lagoon (Pink Lake) | Mid West | ca. 515 km |
| Kalbarri | Mid West | ca. 580 km |
| Denham (Shark Bay) | Shark Bay | ca. 830 km |
| Monkey Mia | Shark Bay | ca. 850 km |
| Coral Bay | Ningaloo | ca. 1.130 km |
| Exmouth | Ningaloo | ca. 1.250 km |
| Karijini Nationalpark | Pilbara | ca. 1.400 km |
| Broome | Kimberley | ca. 2.240 km |
Als grobe Faustregel kannst du auf den Highways mit rund einer Stunde reiner Fahrzeit pro 100 Kilometer rechnen – ohne Pausen, Tankstopps und Fotostopps. Kalbarri und die Shark Bay liegen abseits des Highways, für die Zufahrt und den Rückweg zur Hauptstrecke kommen deshalb noch einmal Kilometer dazu. Mit diesen Abstechern wird aus Perth–Exmouth schnell eine Strecke von über 1.500 Kilometern.
Was die Tabelle nicht zeigt: Zwischen Geraldton und Carnarvon und zwischen Carnarvon und Exmouth liegen lange Abschnitte mit nur wenigen Roadhouses. Mehr dazu weiter unten bei den praktischen Tipps.
→ Australien – das Land der unterschätzten Weiten
Routen für die Westküste Australiens: Was passt in deine Reisezeit?
Die wichtigste Frage bei der Planung lautet nicht, was du sehen möchtest, sondern wie weit du in deiner Zeit sinnvoll kommst. Bei unserer ersten Fahrt nach Exmouth haben wir über 1.500 Kilometer in knapp zwei Wochen zurückgelegt. Es war großartig – aber wir würden uns heute deutlich mehr Zeit nehmen.
- 1 Woche – Perth, Rottnest, Yanchep und die Pinnacles: Rundtour ab Perth. Passt, wenn du die Westküste mit einer Ostküsten-Reise kombinierst.
- 2 Wochen – Perth bis Kalbarri und Shark Bay: Rundtour ab Perth. Passt, wenn du Delfine und Schluchten sehen willst, aber nicht bis ans Riff musst.
- 3 bis 4 Wochen – Perth bis Exmouth: Rückflug ab Learmonth oder Rückfahrt an der Küste. Passt, wenn das Ningaloo Reef dein großes Ziel ist.
- 5 bis 6 Wochen – Perth bis Broome mit Karijini: Einwegmiete und Rückflug ab Broome. Passt, wenn du die ganze Westküste erleben möchtest.
Alternativ lässt sich der Südwesten gut mit einer kurzen Fahrt nach Norden kombinieren: zwei Wochen Südwesten, eine Woche Pinnacles und Kalbarri. Wie wir die Tage im Südwesten aufteilen würden, liest du in unserem Südwesten-Roadtrip.
Was wir nicht empfehlen würden: die gesamte Strecke bis Broome in möglichst kurzer Zeit abzuhaken. Lieber ein paar Orte weniger und dafür auch mal zwei oder drei Nächte an einem Ort bleiben.
Die Klassiker-Route: Perth bis Exmouth in 3 Wochen
So würden wir drei Wochen für die Strecke heute ungefähr aufteilen, wenn wir am Ende von Exmouth zurückfliegen:
- Perth und Rottnest Island: 3 Tage
- Yanchep, Lancelin und die Pinnacles: 1 bis 2 Tage, Übernachtung in Cervantes
- Geraldton und Kalbarri: 3 Tage
- Shark Bay mit Hamelin Pool, Monkey Mia und Eagle Bluff: 3 Tage
- Coral Bay: 2 bis 3 Tage
- Exmouth und Cape Range Nationalpark: 5 Tage
- Rückflug von Learmonth nach Perth
Dazwischen liegen ein bis zwei reine Fahrtage, vor allem zwischen der Shark Bay und Coral Bay. Plane mindestens einen Puffertag ein. Wer die Strecke zurückfahren möchte, rechnet mit einer zusätzlichen Woche – wir sind selbst ab Exmouth wieder an der Küste zurückgefahren, weil es uns so gut gefallen hat.
Beste Reisezeit für die Westküste Australiens
Eine beste Reisezeit für die gesamte Westküste gibt es nicht. Zwischen Margaret River im Süden und Broome im Norden liegen klimatisch Welten: Während es im Südwesten im Juli kühl und regnerisch ist, liegst du weiter nördlich bei Sonnenschein am Strand.
Perth und der Südwesten: März bis Mai und September bis November
Im australischen Herbst und Frühling ist es angenehm warm, aber nicht mehr so heiß wie im Hochsommer, und die Strände sind leerer. Ab September beginnt die Wildblumenblüte. Von Dezember bis Februar ist es oft heiß und trocken – gut für Strandtage, anstrengend für längere Wanderungen. Von Juni bis August wird es rund um Margaret River und Albany kühl, windig und regnerisch.
Coral Coast und Exmouth: April bis Oktober
Für eine Route von Perth nach Norden sind April bis Oktober die besten Monate. Dann ist es an der Coral Coast warm, aber nicht extrem heiß, und die Wanderwege in Kalbarri und im Cape Range Nationalpark sind gut machbar. Wenn du in den deutschen Sommerferien im Juli oder August reist, ist die Coral Coast deshalb eine gute Wahl.
Und jetzt die ehrliche Seite: Unsere erste Fahrt Richtung Exmouth haben wir im Februar gemacht, mitten im australischen Sommer. Die Strände waren traumhaft, in Exmouth hatten wir aber über 40 Grad. Zum Schnorcheln war das kein Problem. In Hamelin Pool wimmelte es dagegen vor Fliegen, und für Wanderungen in Kalbarri oder im Cape Range Nationalpark ist der Hochsommer schlicht zu heiß. Für diese Route würden wir heute immer die Monate zwischen April und Oktober wählen.
Broome und die Kimberley: Mai bis Oktober
Im Norden bestimmen Trocken- und Regenzeit das Klima. Von Mai bis Oktober herrscht rund um Broome die Dry Season: wenig Regen, niedrigere Luftfeuchtigkeit und gut erreichbare Straßen. Zwischen November und April wird es heiß und schwül, dazu kommen tropische Regenfälle und Zyklone. Manche Straßen und Nationalparks sind dann zeitweise gesperrt. Für einen langen Roadtrip bis Broome würden wir Mai bis September wählen.
Süden und Norden kombinieren
Wer den Südwesten mit Exmouth oder sogar Broome verbinden möchte, landet fast automatisch bei April/Mai oder September/Oktober. Im April und Mai startest du im Süden und reist mit den angenehmeren Temperaturen nach Norden. Im September und Oktober beginnst du besser im Norden und fährst Richtung Süden – so triffst du unterwegs auf die Wildblumen.
Was du wann am Ningaloo Reef sehen kannst
| Zeitraum | Was passiert |
| Mitte März bis Juli/August | Walhaie am Ningaloo Reef |
| Juni bis November | Buckelwale, beste Chancen von August bis Oktober |
| November bis März | Meeresschildkröten legen ihre Eier ab, ab Januar schlüpfen die Jungen |
| Ganzjährig | Mantarochen, vor allem rund um Coral Bay |
Wildblumen: Western Australia hat eine der größten Wildblumenblüten der Welt. Sie beginnt ab Juni im Norden und wandert bis November nach Süden. Wer im August oder September von Norden nach Süden fährt, nimmt sie über weite Strecken mit.
Zwei Dinge, die in keiner Klimatabelle stehen:
- Australische Schulferien: Rund um Weihnachten bis Ende Januar, um Ostern, im Juli und im Oktober sind die Campingplätze an der Küste deutlich voller – besonders im Cape Range Nationalpark.
- Zyklone: Auch an der Coral Coast sind im australischen Sommer und Herbst tropische Wirbelstürme möglich. Zyklon Seroja hat im April 2021 unter anderem den Steg in Hamelin Pool zerstört.
→ Beste Reisezeit für Australien: Klima und Regionen im Überblick
Brauchst du an der Westküste einen 4WD?
Für die klassische Strecke von Perth bis Exmouth: nein. Alle großen Sehenswürdigkeiten erreichst du mit einem normalen Camper oder Mietwagen. Einen 4WD brauchst du nur für einzelne Abstecher.
Mit einem normalen Camper oder Mietwagen erreichst du:
- Leeuwin-Naturaliste NP: Caves Road, Aussichtspunkte und Leuchttürme
- Lancelin: den Parkplatz an den Dünen zum Sandboarden
- Pinnacles: den Rundkurs durch die Kalksteinsäulen (mit großen Wohnmobilen und Gespannen eingeschränkt)
- Kalbarri NP: Skywalk, Nature’s Window, Z Bend und die Küstenklippen
- Shark Bay: Hamelin Pool, Shell Beach, Eagle Bluff, Denham und Monkey Mia
- Ningaloo: Coral Bay, Exmouth und den Cape Range NP mit Turquoise Bay und Yardie Creek
- Karijini NP: Dales, Weano, Knox und Joffre Gorge
Einen 4WD brauchst du für:
- den François Peron NP nördlich der alten Farmstation
- Fahrten in die Dünen von Lancelin
- einzelne Sand- und Strandpisten im Leeuwin-Naturaliste NP
- die Gibb River Road in der Kimberley
Die Hamersley Gorge im Karijini erreichst du nur über eine Schotterstraße – mit normalem Fahrzeug machbar, aber nur, wenn dein Mietvertrag das erlaubt.
Wir waren auf dieser Strecke mit einem 4WD unterwegs und haben ihn genau an einer Stelle gebraucht: im François Peron Nationalpark. Für solche Abstecher gibt es geführte Touren – das ist meist günstiger, als die ganze Reise mit einem Allradfahrzeug zu fahren.
Wichtig: Nicht nur das Fahrzeug entscheidet, sondern auch der Mietvertrag. Viele Vermieter erlauben normalen Fahrzeugen keine Fahrten abseits befestigter Straßen. Prüfe das vor der Buchung, wenn Schotterpisten auf deiner Route liegen.
→ Camper für Australien vergleichen und buchen
→ 4WD-Camper für Western Australia – Partner mit Übernahme in Perth, Broome und Darwin
Ob Camper oder Mietwagen besser zu dir passt, haben wir hier verglichen: Mietwagen oder Camper in Australien?
Praktische Tipps für deinen Westküsten-Roadtrip
Tanken: Tanke in jedem größeren Ort nach, auch wenn der Tank noch halb voll ist. Nördlich von Geraldton liegen zwischen den Orten oft nur einzelne Roadhouses, und auch die können einmal geschlossen sein. Ein paar Liter Wasser extra gehören ebenfalls ins Auto.
Einkaufen: Größere Supermärkte findest du vor allem in Perth, Geraldton, Carnarvon und Exmouth. In den kleinen Orten dazwischen ist die Auswahl begrenzt und deutlich teurer. Füll deine Vorräte deshalb auf, wann immer sich die Gelegenheit bietet.
Handynetz: Außerhalb der Orte hast du oft keinen Empfang. Telstra hat in den abgelegenen Regionen die beste Abdeckung. Lade dir außerdem Offline-Karten aufs Handy, bevor du losfährst.
→ SIM-Karte für Australien: Anbieter, Netz und unsere Tipps
Nationalpark-Eintritt: Auf der Strecke nach Norden kosten unter anderem der Yanchep, der Nambung (Pinnacles), der Kalbarri, der François Peron und der Cape Range Nationalpark Eintritt. Wenn du mehrere Parks besuchst, lohnt sich meist ein Holiday Pass, den es für 5 Tage, 14 Tage oder 4 Wochen gibt. Monkey Mia ist davon ausgenommen und hat einen eigenen Eintritt. Alle Pässe findest du bei der Nationalparkverwaltung von Western Australia.
Campingplätze: Außerhalb der Schulferien kannst du die meisten Plätze spontan ansteuern. Die Campingplätze im Cape Range Nationalpark würden wir aber immer vorab reservieren, weil sie in der Hauptsaison schnell ausgebucht sind.
→ Campingplätze in Australien – Infos und Tipps
Straßenzustand: Nach starken Regenfällen, bei Buschbränden oder Zyklonwarnungen können Straßen kurzfristig gesperrt werden. Vor langen Etappen lohnt deshalb ein Blick auf die Travel Map von Main Roads Western Australia.
Nicht in der Dämmerung fahren: Gerade nördlich von Perth sind morgens und abends viele Kängurus und Emus an der Straße unterwegs. Plane deine Etappen so, dass du vor Sonnenuntergang ankommst.
Fliegen: An der Küste stören sie kaum, im Landesinneren und in den Schluchten dagegen schon. Ein Kopfnetz kostet wenig und macht in den heißeren Monaten einen großen Unterschied.
Zurück nach Perth: Von Exmouth fliegst du ab dem Flughafen Learmonth, rund 35 Kilometer außerhalb des Ortes, in etwa zwei Stunden zurück nach Perth. Von Broome gibt es ebenfalls regelmäßige Flüge nach Perth.
→ Autofahren in Australien: Linksverkehr, Führerschein und unsere Tipps
Unser persönliches Fazit zur Westküste Australiens
Die Westküste ist nicht die bequemste Seite Australiens. Die Wege sind weit, die Orte klein, und manchmal fährst du stundenlang, ohne viel zu sehen. Aber genau das macht sie für uns aus.
Wenn du auf dem Cape Peron rote Dünen ins türkisfarbene Meer laufen siehst, in Hamelin Bay ein Rochen an deinen Beinen vorbeizieht, morgens in Monkey Mia ein Delfin im knietiefen Wasser auftaucht oder du in der Turquoise Bay über das Riff treibst, verstehst du, warum es uns immer wieder hierher zurückzieht.
Nimm dir Zeit, wähle die richtige Reisezeit, und versuche nicht, alles auf einmal zu sehen. Dann wird die Westküste wahrscheinlich auch dich nicht mehr loslassen.
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Warst du schon an der Westküste unterwegs? Was waren deine Highlights? Schreib es uns in die Kommentare oder teile es in unserer Facebook-Gruppe.
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Wir sind seit 2012 12-mal in Australien gereist, insgesamt über 25 Monate und 25.000 km, meist im Camper. Besonders gut kennen wir die Westküste von Perth bis Exmouth und die Ostküste von Cairns bis Adelaide. Mit Australien Guide helfen wir seit 2017, die eigene Reise zu planen. Mehr über uns →
